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Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien - ein Medienberuf für Frauen!

16.08.2001


Der neue Medienberuf "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien" ist ein Hit - ganz besonders bei Frauen mit einem hohen Schulabschluss: Von den insgesamt ca. 10.500 Auszubildenden, die sich z. Zt. zum/zur "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien" qualifizieren, sind 57% weiblich, davon haben knapp 50% die Hochschulreife und 35% einen Realschulabschluss. Mit dem großen Anteil weiblicher Auszubildender unterscheidet sich dieser Beruf deutlich von den übrigen Berufen im IT-Bereich - dort liegt die durchschnittliche Frauenquote in der Ausbildung bei ca. 14% (vgl. BIBB-Pressemitteilung 18/2001 vom 16.05.2001 und 16/2001 vom 02.05.2001). In der Druck- und Werbebranche hat der hohe Frauenanteil allerdings Tradition: Auch die hier ausgebildeten fünf "Vorgängerberufe", die in dem neuen Berufsbild "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien" zusammengefasst wurden (Schriftsetzer/in, Reprohersteller/in, Reprograf/in, Werbe- und Medienvorlagenhersteller/in, Fotogravurzeichner/in) konnten viele weibliche Auszubildende vorweisen. Dies ist ein Ergebnis der ersten Befragung, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Ende 2000 im Rahmen seiner Evaluation des Berufsbildes "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien" durchführte. Der Beruf wurde 1998 in Kraft gesetzt. An der Befragung, in der u.a. um Angaben zu den Ausbildungsverhältnissen, zur Ausbildungsordnung, zu ersten Ausbildungserfahrungen sowie um Informationen über die Struktur der Ausbildungsbetriebe gebeten wurde, beteiligten sich 159 in dem Beruf ausbildende Unternehmen mit insgesamt 293 Auszubildenden. Weitere ausgewählte Befragungsergebnisse:

  • 43% der befragten Unternehmen konnten über das moderne Berufsbild neu für die Ausbildung gewonnen werden - sie hatten vor 1998 noch nicht ausgebildet.

  • Über Ausbildungserfahrungen auch in den Vorgängerberufen verfügten 57% der befragten Betriebe. Von ihnen gaben mehr als 27% an, seit in Kraft treten des neuen Berufs die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze gesteigert zu haben.

  • Von den vier zur Wahl stehenden beruflichen Fachrichtungen (Medienberatung, Mediendesign, Medienoperating, Medientechnik) wurde die Fachrichtung Mediendesign mit ca. 68% von den Auszubildenden am häufigsten gewählt; ihr folgen das Medienoperating (über 17%) und die Medientechnik (knapp 11%). Für die Fachrichtung Medienberatung, über die erstmals auch kaufmännische und marketingorientierte Inhalte in eine technische Ausbildung der Druck- und Medienvorstufe einfließen, entschieden sich gut 3%.

  • Für knapp 65% der Betriebe stimmen die in der Ausbildungsordnung vorgesehenen Inhalte mit den Anforderungen der Praxis vollkommen bzw. überwiegend überein; ca. 29% sehen eine teilweise Übereinstimmung mit den Praxisanforderungen, und weniger als 6% halten diese Übereinstimmung für gering oder gar nicht vorhanden.

  • Bemerkenswert hoch ist bei der Ausbildung zum/zur "Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien" die Kooperation mit externen Ausbildungsstätten: Knapp 59% der befragten Beriebe gaben an, dass sie ihre Ausbildung auch an Lernorten außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebs durchführen. In fast 52% dieser Fälle wird dabei in Kooperation bzw. im Verbund mit anderen Unternehmen ausgebildet, knapp 30% der Auszubildenden besuchen eine überbetriebliche Ausbildungsstätte und rund 19% eine andere Bildungseinrichtung.

  • Die Struktur der Betriebe, die in dem neuen Beruf ausbilden, ist klein- und mittelständisch geprägt: Knapp 44% der Ausbildungsverhältnisse bestehen in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern/innen, rund 34% in Kleinbetrieben mit weniger als 50 Beschäftigten, ca. 19% in mittelständischen Unternehmen und nur gut 3% in Großbetrieben mit einer Belegschaft von über 500 Personen.

  • Den größten Anteil an den Ausbildungsverhältnissen haben die Druckindustrie (über 43%) und die Werbebranche (knapp 38%), gefolgt von Multimediaunternehmen (gut 11%) und Verlagen (knapp 10%).

Eine ausführliche Darstellung der Unternehmensbefragung erscheint demnächst von Heike Krämer in der September-Ausgabe der Zeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP)" des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das Einzelheft der Zeitschrift ist zum Preis von DM 15,- zu beziehen beim W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, Postfach 10 06 33, 33506 Bielefeld, Tel. 0521/911 01-11, Fax: 0521/911 01-19, E-Mail: service@wbv.de Auskünfte zum Thema erteilt im Bundesinstitut für Berufsbildung Frau Heike Krämer, Tel. 0228/107-2431, E-Mail: Kraemer@bibb.de

Dr. Ilona Zeuch-Wiese | idw

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