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Mechanische Hand als Übersetzungshelfer in der Kommunikation mit Gehörlosen?

01.06.2005


Ein australischer Student hat im Rahmen seines Abschlussprojekts für sein Mechatronik-Studium an der Curtin University of Technology eine mechanische Hand entwickelt, die möglicherweise als Dolmetscher in der Kommunikation mit gehörlosen oder hörgeschädigten Menschen eingesetzt werden kann. Peter Scarfe konnte mit seiner Entwicklung die Juroren eines nationalen Wettbewerbs überzeugen, der sich den Forschungsprojekten junger australischer Nachwuchswissenschaftler widmet.



Die einer menschlichen Hand in Funktion und Aussehen sehr ähnliche mechanische Variante ist mit Belüftungsventilen ausgestattet und wird über eine Software elektronisch gesteuert. Die Kraft, die die mechanische Hand entwickeln kann, ist variabel und hängt vom verfügbaren Luftdruck ab.



Als Anwendung seiner einzigartigen Hand sieht Peter Scarfe den Einsatz als Übersetzungshilfe in der Kommunikation mit Gehörlosen durch Zeichensprache. Die gewünschten Worte und Sätze könnten über eine Computertastatur eingegeben und über die Hand in Form von Zeichensprache ausgegeben werden.

Scarfe, der im Verlauf seines Forschungsprojekts an der Curtin University of Technology nicht nur Elektronik, Software und Belüftungsventile, sondern auch das menschenähnliche Design der Hand entwickelt hat, hofft im Rahmen seiner nun bevorstehenden Promotion seine Entwicklung weiter voranzutreiben. Weitere Schritte sind erforderlich, um die Funktionsfähigkeiten der Hand auszubauen und zu verfeinern.

Die im australischen Perth gelegene Curtin University of Technology ist eine der führenden technischen Universitäten Australiens. Die Ingenieurwissenschaften nehmen bei den mehr als achthundertsechzig Studiengängen der Universität eine wichtige Stellung ein. Neben Abschlüssen in Electronic and Communication Engineering, Mechatronic Engineering oder Environmental Engineering gehören beispielsweise auch Mine and Engineering Surveying oder Petroleum Engineering zum umfangreichen Lehrangebot.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de

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