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Toolkit für Sprachdialogsystem der nächsten Generation

20.04.2005


Sprachdialogsysteme wie beispielsweise die automatisierte Telefonvermittlung oder Regelvorrichtungen für den Haushalt werden nicht mehr lange nur Fiktion bleiben. Mithilfe des neu entwickelten TrindiKit Version 3 können Sprachforscher eine stabilere, nutzerfreundlichere und funktionelle Technologie erproben und entwickeln.


Die aufstrebenden menschlichen Sprachtechnologien werden zunehmend eine Realität im heutigen Leben. Insbesondere die sich schnell entfaltenden Dialogsysteme, die in Call Centern weit verbreitet sind, können für Unternehmen erhebliche Vorteile bringen. Während die meisten gegenwärtig verfügbaren Dialogsysteme informationssuchende Dialoge umfassen, liegt die wahre Herausforderung in der Entwicklung von Befehls- und Steuerungs- sowie Vermittlungs- und Anleitungsdialogen.

Um diesem Bedürfnis zu entsprechen, konzentrierte man sich im Rahmen des SIRIDUS-Projekts auf die Spezifikation, Interaktion und Rekonfiguration in dialogverstehenden Systemen. Das Projekt brachte innovative Forschungsarbeiten und zwei Demo-Softwarepakete hervor, eines davon ist TrindiKit Version 3.0. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Toolkit für Dialogforscher, welches das neuartige Konzept des "Information State Update" (Aktualisierung von Informationsstadien) demonstriert.


Der Grundgedanke dahinter ist der, dass mit dem Dialogsystem Informationen intern in den Informationsstadien gespeichert werden können. Mit Hinblick auf die beobachteten Dialogbewegungen gestatten Dialogbewegungsmaschinen dem Nutzer, die Informationsstadien durch die Entscheidung für geeignete Bewegungen zu aktualisieren. Durch diese Methode bietet die Architektur gesteigerte Möglichkeiten, verschiedene Kombinationen aus Dialogbewegungsmaschinen und Informationsstadien zur Implementation flexibler Sprachdialogsysteme zu untersuchen.

Neben der allgemeinen Architektur gibt es spezifische Formate zur Definition von Informationsstadien, Aktualisierungsrichtlinien, Dialogbewegungen und damit verbundenen Algorithmen. Durch die Definition der internen Struktur des Informationsstadiums, der Aktualisierungsrichtlinien, Bewegungen und Algorithmen kann der Nutzer eine Dialogbewegungsmaschine erzeugen. Darüber hinaus beinhaltet das Toolkit ein umfangreiches Archiv von Tools zur Spracherkennung und -synthese. TrindiKit Version 3 ist auf der Website des Projekts erhältlich: www.ling.gu.se/projekt/siridus/

Robin Cooper | ctm
Weitere Informationen:
http://www.gu.se

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