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Anstecker als Drehscheibe für die Kommunikation zu Hause

14.03.2005


Zukünftig soll es möglich sein, mit einem einzigen tragbaren Gerät per Sprache alle Kommunikations- und Automationssysteme im Haus zu steuern. Siemens hat für die CeBIT (noch bis 16. März) ein kleines Multitalent in Sachen Kommunikation entwickelt, das Sprachbefehle erkennt und weitergibt. Das Gerät kann wie ein Anstecker an der Kleidung getragen werden. Die Befehle werden über den Kurzstreckenfunk Bluetooth an einen zentralen Server für die Hauskommunikation übertragen, der mit einer Spracherkennungssoftware ausgestattet ist. Dieser wandelt die Worte in eindeutige Kommandos für die angeschlossenen Systeme um.




Der Nutzer aktiviert den Anstecker per Knopfdruck und kann dann an jedem Ort in seiner Wohnung Sprachbefehle geben. So kann er beispielsweise die hauseigene Gegensprechanlage steuern und mit einem Besucher an der Haustür kommunizieren. Per Sprache gibt der Nutzer der Schließanlage den Befehl, die Tür zu öffnen. Weiter kann der Nutzer mit dem Gerät eingehende Telefonate annehmen und über Lautsprecher führen. Angedacht ist auch die Verbindung mit dem E-Mail-Postkorb auf dem PC. Die Spracherkennungssoftware erkennt eingehende E-Mails und übermittelt dem Nutzer den Text über Computerstimme in einer Sprachversion.



Von dem Kommunikationswunder gibt es noch eine zweite Variante: eine Manschette, die um den Hals gelegt wird. Beide Geräte können ein Headset ersetzen, das im Alltag bei dauerndem Tragen unbequem werden kann. Siemens erarbeitete ein eigenes Akustikdesign, das es ermöglicht, Mikrophon und Lautsprecher dicht nebeneinander ohne störende Echoeffekte in einem Gerät zu platzieren. Der integrierte Lautsprecher erzeugt somit einen klar verständlichen Ton.

Die Spracherkennungssoftware auf dem Server wurde von Siemens-Forschern in München-Perlach entwickelt und ist bereits erfolgreich in dem Handy SX1 integriert. Das Programm arbeitet sprecherunabhängig, d.h. es muss nicht erst auf die Stimme eines Nutzers trainiert werden. Es erkennt etwa 30.000 Wörter. Dabei können fest definierte Befehle gesprochen werden; die Software erkennt zudem auch semantisch zusammenhängende Wortfolgen aus längeren Sätzen.

Siemens Communications zeigt auf der CeBIT in dem für Händler zugänglichen Pavillon einige Funktionen der noch in der Erprobungsphase befindlichen Geräte: So können die Besucher mit einem Sprachbefehl über einen Computer eine Lampe an- und ausschalten sowie eine Tür öffnen und schließen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/cebit
http://www.siemens.de/innovation

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