Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitales Kino: Deutsche Technik für das Kino der Zukunft

21.02.2005


Deutsche Forscher entwickeln das Kino-System der Zukunft: Digitaltechnik ersetzt dabei das alte Zelluloid. Das von der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelte IOSONO-Soundsystem könnte bald die herkömmliche Surround-Tontechnik ablösen und perfekten Klang auch auf den schlechten Plätzen bieten. Wichtige Techniken für das digitale Kino "Made in Germany" werden auf der CEBIT 2005 der Öffentlichkeit präsentiert.

... mehr zu:
»Cinema »Digital »IOSONO »Klang

Nicht nur die Bilder sorgen im Kino für Spannung: Immer aufwändigere Geräuschkulissen unterstützen die Handlung der Filme. Herkömmliche Surround-Systeme bieten guten Sound, haben jedoch einen gravierenden Nachteil: Nur auf wenigen Sitzplätzen ist die Klangqualität optimal. IOSONO, entwickelt vom Fraunhofer-Institut für Medientechnologie IDMT, sorgt mit innovativer Technik für einen perfekten und natürlichen Klang - unabhängig vom Sitzplatz.

Das Klangsystem IOSONO ist ein Projekt der Allianz "Digital Cinema". Fünf Fraunhofer-Institute entwickeln gemeinsam Schlüsseltechnologien für das digitale Kino der Zukunft. Unter anderem haben die Experten eine digitale Filmkamera konstruiert, die Bilder in besonders hoher Auflösung liefert. Eine weitere Innovation ist der digitale Speicher, der Filmdaten in unkomprimierter Form und damit ohne Datenverlust aufzeichnet. "Deutsche Filmtechnik ist seit Jahrzehnten im weltweiten Spitzenfeld zu finden", sagt Hans Bloß vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen und Leiter der Fraunhofer Allianz Digital Cinema. "Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass das auch im digitalen Kinozeitalter so bleibt".


Und so sieht das Kinoszenario von morgen aus: Die Filme werden digital produziert, nachbearbeitet, vertrieben und ausgestrahlt. Die Festplatte des Computers löst damit das Zelluloid ab, und auch bei der hundertsten Vorführung flimmern die Bilder noch in der gleichen Ton- und Klangqualität über die Leinwand wie bei der Premiere. Denn Digitalisierung bedeutet Kino ohne mechanische Abnutzung. Außerdem müssen Filmrollen nicht mehr kopiert, gelagert und verschickt werden. Sie werden kostengünstig als Datenpaket per Satellit oder Breitband zum Lichtspielhaus gesendet. Jeder Film wäre so innerhalb kürzester Zeit verfügbar - die beste Voraussetzung für ein abwechslungsreiches Programm.

Rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird die Fraunhofer-Gesellschaft neue Technologien und Systeme für das digitale Kino präsentieren, die derzeit gemeinsam mit führenden Unternehmen und mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit entwickelt werden.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist aktiv in der Initiative "Partner für Innovation", einem Zusammenschluss in dem Unternehmen, Verbände, Institutionen und Politik gemeinsam ein neues Klima für Innovation in Deutschland schaffen. Mehr als 200 Unternehmen arbeiten gemeinsam an Projekten und Ideen, die die Innovationskraft Deutschlands verbessern sollen.

Lars M. Heitmüller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.innovationen-fuer-deutschland.de

Weitere Berichte zu: Cinema Digital IOSONO Klang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise