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Messung von Musik

08.02.2005


Die Erhöhung der Beteiligung von Nutzern an interaktiven Multimedia-Umgebungen ist in der Industrie schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt. Im Rahmen des CUIDADO-Projekts der EU hat man sich dieser Thematik in Zusammenhang mit Musikanwendungen angenommen.



Die Projektforscher entwickelten eine neue Anwendung mit dem Namen ’Virtual Mixer’, der die Bearbeitung von Aufnahmen auf musikalisch sinnvolle Weise ermöglicht. Mit dem Virtual Mixer kann der Nutzer die Lautstärke aller in der Aufnahme enthaltenen Instrumente regeln. Dies ist ein Prozess, den normalerweise ein Tontechniker während der Aufnahme durchführt. Die Anwendung eignet sich für Anpassungen der Balance zwischen den Instrumenten der Aufnahme und ermöglicht dem Zuhörer darüber hinaus, einzelne Instrumente komplett auszugrenzen.

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Man erwartet, dass die stärkere Einbeziehung des Zuhörers an der Ausgabequalität für ein gewaltigeres Klangerlebnis sorgt, das sich in erster Linie auf die individuellen Vorlieben stützt. Dem Virtual Mixer gelingt es, den Klang eines jeden Instruments zu isolieren und anschließend zu bearbeiten, indem die Musikaufnahme durch Metadaten mit exakten zeitlichen Tonhöhenereignissen ergänzt wird. Die Technologie hinter dem Virtual Mixer besteht aus zwei Hauptkomponenten. Die erste ist ein Algorithmus zum Störungsausgleich polyphoner Klänge kombiniert mit der zweiten Komponente, einem hochauflösenden Filterverfahren.

Die im Rahmen des CUIDADO-Projekts entwickelten Anwendungen sollen den Bedürfnissen sowohl von Musiknutzern und Musikkomponisten als auch von Plattenfirmen und Gesellschaften für die Urheberrechte musikalischer Werke entsprechen. Die aufstrebende Technologie eröffnet nicht nur völlig neue Wege der Beteiligung (wie im Fall des Virtual Mixer), sie unterstützt auch den Prozess der Informationsverwaltung.

Dr. Shlomo Dubnov | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bgu.ac.il/index.php

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