Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deloitte präsentiert Medien-Trends für 2005

26.01.2005


Der Medien-Branche steht 2005 ein Jahr bevor, das geprägt ist durch die Nachfrage nach mehr Inhalten, mehr Medien und mehr Auswahl. Die Nachfrage wird damit zu einem größeren und stärker diversifizierten Markt führen. Dieses Ergebnis gibt die Technology, Media & Telecommunications Group von Deloitte mit ihren Prognosen für das Jahr 2005 bekannt.

Jörg Tesch, Geschäftsführender Partner bei Deloitte, dazu: "Der so genannte Massenmarkt wird 2005 allmählich verschwinden und einer Vielzahl von ’Mikromärkten’ Platz machen, die den Bedarf ganz bestimmter Gruppen oder Einzelpersonen bedienen. Neue Geräte und Medien werden sich ebenso durchsetzen wie neue Formen der Werbung, darunter eingebettete Werbung in Videospielen, Software oder auf Handys."

"Durch das Verschmelzen von Medieninhalten und -kanälen erhält der Verbraucher mehr Auswahl. Das wird zu einem sprunghaften Anstieg legaler Musik-Downloads und gemeinsam entwickelter Filme und Spiele führen. Weltweit werden Milliarden Euro für die Personalisierung von Handys mit Klingeltönen, Screensavern und Wallpaper ausgegeben. Außerdem wird es 2005 wesentlich mehr Quellen für Medieninhalte geben. Das digitale Fernsehen wird terrestrische Sender wieder ins Spiel und dem TV-Konsumenten eine noch größere Programmauswahl bringen. Immer mehr Print-Publikationen und Fachzeitschriften werden in elektronischer Form über das Internet verfügbar sein. Und auch Privatpersonen werden mithilfe von blogs und wikis in der Lage sein, Meinungen und Informationen weltweit zu veröffentlichen."

Deloitte nennt als wichtigste Trends:

1. Musik-Downloads werden seriös

Musik-Downloads über das Internet werden 2005 rapide zunehmen. Illegale Downloads dominieren zwar weiterhin, doch der Marktanteil legaler Sites nimmt deutlich zu. Gründe hierfür sind das verbesserte Angebot der Online-Music-Stores, die immer größere Basis an digitalen Abspielgeräten (mobil und stationär), die standardmäßige Ausstattung von Laptop- und Desktop-Computern mit CD-Brennern und die höhere Klangqualität legaler Downloads. Die Musikindustrie beginnt, die finanziellen Vorteile dieses neuen Vertriebskanals sowie neuer Inhalte wie Klingeltöne, Remixes, Live-Aufnahmen, Konzertvideos, Merchandising und Konzertkarten zu erkennen und zu nutzen. Bis Ende des Jahres wird das Wachstum illegaler Downloads abflachen, nicht zuletzt auch deshalb, weil "Gelegenheitspiraten" durch seltene aber medienwirksame Prozesse abgeschreckt werden. Trotzdem werden illegale Downloads der Musikindustrie immer noch Umsatzverluste in Milliardenhöhe bescheren.

2. Werbung verschmilzt mit Inhalten

Um den Verbraucher noch besser zu erreichen, wird Werbung zunehmend in Medieninhalte eingebunden - Hyperlinks, Toolbars oder Computergrafiken halten Einzug in Videospiele, (vor allem kostenlose) Software, Web-Browser und aktive Handy-Desktops. Diese Werbung wird mit zunehmender Kenntnis des Verbraucherverhaltens immer genauer an die jeweilige Zielgruppe angepasst und lässt sich über eine Internet-Verbindung je nach Tageszeit und Nutzeraktivität dynamisch verändern. Um Akzeptanz zu gewährleisten muss eingebettete Werbung allerdings deutlich interessanter und weniger aufdringlich erscheinen als die im Internet bisher üblichen Banner-Anzeigen und Pop-Ups. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann eingebettete Werbung der gesamten Branche neue Impulse geben: Agenturen müssen mit der technischen Entwicklung Schritt halten und wissen, wann die Zielgruppe verfügbar ist, was ihre Vertreter im Regelfall tun und vor allem wie man ihre Aufmerksamkeit innerhalb des gegebenen Kontextes binden kann.

3. Mobile Inhalte: einfach = erfolgreich

2005 wird es weltweit 2 Milliarden Handy-Kunden geben - und damit verlockende Aussichten für die Produzenten und Verkäufer mobiler Inhalte. Schnellere Netze, leistungsfähigere Prozessoren und bessere Displays machen diese Inhalte grundsätzlich attraktiver, dennoch werden viele Experimente scheitern, weil Anbieter unzureichend über den sozialen Kontext und die Art der Handy-Nutzung und die technischen Beschränkungen mobiler Geräte informiert sind. Das Handy wird sich vor allem als Kleinst-Fernseher nicht durchsetzen können, weil Qualität und Kosten in keinem Verhältnis zu etablierten TV-Angeboten stehen. Mobile Inhalte verkaufen sich um so besser, je einfacher sie sind: Kleine, spezialisierte Content-Pakete zur Personalisierung des mobilen Geräts - Klingeltöne, Screensaver, Wallpaper und andere "Verbrauchsgüter" - sind die Bausteine einer Multimilliarden-Wachstumsindustrie.

Prognoseverfahren

Die vorliegenden Prognosen wurden von Deloitte Research im Auftrag der Deloitte Technology, Media and Telecommunications [TMT] Group zusammengestellt. Wichtigste Informationsquellen waren 5.000 Spezialisten des weltweiten TMT-Teams, Gespräche mit führenden Branchen- und Finanzanalysten sowie die Projektarbeit und der Erfahrungsaustausch mit Kunden aus Medien und verwandten Branchen. Die Prognosen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind als Kommentar zu wichtigen Branchentrends und -entwicklungen zu verstehen.

Antonia Wesnitzer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: Download Handy Medieninhalt Musik-Download Wallpaper

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise