Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suchdienst für Wissenschaft und Forschung: Google digitalisiert Universitätsbibliotheken

14.12.2004


Vereinbarung mit Harvard, Stanford, Michigan, New York und Oxford



Google hat mit einigen der renommiertesten US-Universitäten die Digitalisierung ihrer Bibliotheken vereinbart. Wie die New York Times (NYT) heute, Dienstag, berichtet, wird Google die Bibliotheken der Stanford University , der Harvard University , der University of Michigan und der britischen University of Oxford sowie die New York Public Library digitalisieren und der Online-Suche zugänglich machen. Das Projekt ist Teil der Bemühungen von Google einen aufzubauen. Gleichzeitig begibt sich das Unternehmen damit weiter in Konkurrenz zu anderen Internetunternehmen wie Amazon, die ebenfalls die Online-Suche in Büchern anbieten.



"Innerhalb von zwei Jahrzehnten wird der Großteil des weltweiten Wissens in digitaler Form verfügbar sein", sagte Michael A. Keller, Leiter der Bibliothek der Stanford University, der NYT. "Hoffentlich zum kostenlosen Lesen im Internet genau wie es in den Bibliotheken heute üblich ist", fügte Keller hinzu. Google wird den Bibliotheken beim Scannen und Digitalisieren der Bestände mit seiner Technologie aber auch mit finanziellen Mitteln unter die Arme greifen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt, aber die NYT berichtet unter Berufung auf Insider von geschätzten Kosten von rund zehn Dollar pro Buch oder Dokument. Insgesamt sind mehr als 15 Mio. Bücher und Dokumente von der Vereinbarung betroffen.

Die digitalisierten Bücher sollen dann in der gleichen Weise wie bisher bei Google gesucht und gefunden werden. Zu den Suchbegriffen werden Links angegeben, die auf gescannte Seiten, Bilder oder Zusammenfassungen verweisen. Je nach den urheberrechtlichen Bestimmungen soll es dann auch möglich sein, im Buch teilweise oder zur Gänze analog wie im Internet zu surfen. Die Verträge mit Google sind nicht exklusiv, was ein Rennen zwischen Google und anderen Internetunternehmen auslösen könnte.

Google wird nur Bücher und Dokumente vollständig online zur Verfügung stellen, bei denen aufgrund ihres Alters kein Copyright mehr besteht. Urheberrechtlich geschützte Werke werden zwar auch digitalisiert, aber nur kurze Zusammenfassungen sollen online angeboten werden. Auch die Vereinbarungen mit den Bibliotheken sind recht unterschiedlich, so die NYT. So wird Google den Großteil der acht Mio. Bücher der Stanford University und beinahe alle sieben Mio. Bücher der University of Michigan digitalisieren. In Harvard sind lediglich rund 40.000 Werke vorgesehen und Oxford erlaubt Google nur die Digitalisierung einer unbekannten Zahl von Büchern, die vor 1900 erschienen sind. Der Deal mit der New York Public Library betrifft nur "zerbrechliches Material" ohne Copyright, das vor allem für die Wissenschaft interessant ist.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.google.de

Weitere Berichte zu: Copyright Internetunternehmen NYT Suchdienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften