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Hollywood setzt auf digitales Product Placement

06.12.2004


Europäische Marken als potenzielle Kunden in Übersee

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Digitale Technologien eröffnen Hollywood neue Einnahmequellen beim Product Placement. Durch den Fortschritt bei digitalen Technologien und der Zunahme von Filmen, die mit Digitalkameras gedreht werden, wird die nachträgliche Platzierung von Markenprodukten in einem Film immer einfacher und billiger. Dadurch können Hollywood-Studios ihre Product Placement-Deals nun an regionale Märkte anpassen und die Rechte außerhalb der USA mehrmals verkaufen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Aber auch den regionalen Marken öffnen sich dadurch neue Promotionwelten.

"Bevor die Technologie so weit war, war das Produkt auch in Übersee zu sehen, weil es nicht verändert oder ersetzt werden konnte", so Gerald Johnson, Marketing-Verantwortlicher beim Getränkekonzern Cadbury Schweppes http://www.cadburyschweppes.com . In "Spiderman 2" hatte das Unternehmen die US-Rechte für seine Marke "Dr. Pepper" gekauft. Früher hätte Cadbury Schweppes damit auch die internationalen Rechte gratis bekommen. Aber in "Spiderman 2" kam dank der digitalen Möglichkeiten Pepsicos Marke Mirinda zum Zug. In "Looney Tunes: Back in Action" ist auf den Mobiltelefonen in der US-Version das Sprint-Logo zu sehen, in Europa jedoch das Logo der France Telecom-Tochter Orange.


"Es gibt große Marken in Europa, für die wir Filme als Promotiontool anbieten wollen", so Chris Taday vom Hollywood-Studio TriStar, einer Sony-Tochter. Die Product Placement-Vermarktung in Europa soll nun forciert werden. Je nachdem wie prominent eine Marke platziert wird, kostet ein Product Placement in einem Hollywood-Film laut WSJ rund 500.000 bis einige Mio. Dollar. Durch digitale Technologien sinken die Kosten für den Ersatz eines Produkts durch ein anderes signifikant. Pionier in Sachen digitales Product Placement war der Science-Fiction-Film "Demolition Man" im Jahr 1993. In der Zukunft des Films hatte nur eine einzige Fast-Food-Kette die "Franchise-Kriege" überlebt, nämlich Taco Bell. Außerhalb der USA setze sich jedoch Pizza Hut durch. Beide Marken gehörten damals zu Pepsico http://www.pepsico.com (heute zu Yum! Brands http://www.yum.com ).

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wsj.com

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