Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Radio aus dem All" auf Vormarsch in England und USA - Ungewisse Zukunft in Europa

25.11.2004


Der digitale Radiosender Sirius in den USA hat seine Zuhörerzahl auf 800.000 gesteigert. Bis Ende des Jahres erwartet der Sender eine Mio. registrierte Hörer, berichtet die New York Times. Seit der Ankündigung vom 6.Oktober, den Skandal-Moderator Howard Stern ab 2006 auf Sendung zu nehmen, verdoppelte das Unternehmen, das ohne Werbung auf Sendung geht, seinen Aktienwert.

... mehr zu:
»DAB »Festland »Radiosender »Vormarsch

Während die digitalen Radiosender jenseits des Atlantiks und auf der britischen Insel langsam, aber stetig eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die FM-Sender werden, hat sich das Projekt "Radio aus dem All" auf dem europäischen Festland bislang als Flop erwiesen. Das Online-Magazin Radioszene begründet diesen negativen Trend mit den unterschiedlichen Herangehensweisen im englischsprachigen Kulturraum und auf dem europäischen Festland. So kooperieren bereits bestehende Hörfunkanbieter, wie die britische BBC, mit privaten Sendern. In London können derzeit über 50 digitale Programme empfangen werden. Durch die Kooperation werden nahezu alle musikalischen und thematischen Genres in einer Vielzahl von Sprachen - wichtig für Minderheiten - abgedeckt.

Auf dem europäischen Festland hingegen sind die bereits etablierten Radiosender als eine immense Hürde für die Durchsetzung des Digital Audio Broadcasting (DAB) zu sehen. Daneben erzielen die Argumente perfekte Audioqualität und Bedienungsfreundlichkeit kaum die erwünschte Wirkung. Für Autofahrer, die einst zur Hauptzielgruppe des DAB erklärt wurden, dürfte die Klangqualität aufgrund des Motorengeräusches kaum eine Rolle spielen. Zu bemängeln sind auch die kaum vorhandenen Programmalternativen, da bei der Lizenzvergabe vor allem die bestehenden Radiosender zum Zuge kamen.


Auch für das neue Vorhaben in Bayern, DAB über UKW-Frequenzen zu vermarkten, sieht das Fachmagazin eher schwarz. Um das digitale Satellitenradio dennoch zu etablieren, gäbe es nur zwei Möglichkeiten: eine Neuvergabe der Lizenzen oder echte Programmalternativen zum herkömmlichen Radioprogramm zu bieten. Wären beliebte Radiosender wie SWR1, Ö3 oder FM4 auch in Berlin oder München empfangbar, so würde sich das Radio aus dem All vielleicht doch noch etablieren können.

Linda Osusky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sirius.com

Weitere Berichte zu: DAB Festland Radiosender Vormarsch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE