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Zauberer macht E-Learning wirtschaftlicher

20.10.2004


Opensource-Software hilft bei Wiederverwendung teurer Ressourcen



Eine neue Software aus dem Institut für Mulitmedia-Kommunikation (KOM) der TU Darmstadt soll zukünftig helfen, E-Learning kostengünstiger einzusetzen. "Oftmals verschwinden aufwändig erzeugte Lernressourcen im digitalen Nirgendwo. Das Wiederfinden ist dann genauso teuer, wie eine Neuerzeugung", beschreibt KOM-Leiter Prof. Dr. Ralf Steinmetz ein gängiges Problem. In seinem Institut wurde deshalb ein intelligenter Helfer erfunden. Das so genannte ResourceCenter unterstützt Lehrende und Lernende beim Speichern und Wiederfinden von E-Learning-Stoffen.



Erfinder Stefan Hoermann erklärt den Clou: "Lernressourcen müssen vom Autor mit Schlagwörtern - wir nennen sie Metadaten - versehen werden, um sie später wieder finden zu können. Das ist zeitraubend und unbeliebt. Unser ResourceCenter verfügt deshalb über einen MetadatenWizard, der selbstständig einen Großteil der notwendigen Metadaten erzeugt."

Das neue Programm hat die ersten Praxistests bereits bestanden. So findet es im K-Med-Projekt verschiedener hessischer Medizinfakultäten Anwendung. Gerade im Medizinstudium bedarf es komplizierter multimedialer Lernressourcen. Diese können nun noch nachhaltiger genutzt werden. Um der Software noch breitere Einsatzmöglichkeiten zu verschaffen, bereitet das KOM-Team bereits den nächsten Schritt vor: "Wir arbeiten an einer Autorenumgebung, die es ermöglicht, bereits im Center vorhandene mit neuen Ressourcen zu verbinden und so Kurse für SCORM-konforme Lernplattformen zu erstellen", wirft Stefan Hoermann einen Blick in die Zukunft.

Doch nicht nur im Darmstädter Institut für Multimediakommunikation wird das ResourceCenter beständig erweitert und optimiert. "Wir haben uns für eine Opensource-Lösung entschlossen", so Stefan Hoermann. Um den Programmcode gibt es also kein Geheimnis. "Jeder Nutzer, dem etwas Verbesserungswürdiges auffällt, kann eine Lösung erarbeiten und andere daran teilhaben lassen", formuliert KOM-Wissenschaftler Hoermann die Philosophie hinter der Entscheidung für den offenen Quellcode.

Lars Rosumek | idw
Weitere Informationen:
http://www.multimedia-communications.net
http://www.kom.e-technik.tu-darmstadt.de

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