Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RUB-Forscher entwickeln Telefondienste mit Köpfchen

19.06.2001


Die Nachfolger des "Fräuleins vom Amt"
Forscher entwickeln Telefondienste mit Köpfchen


RUBIN 1/01: Simulation intelligenter Netze

Bei Gewinnspielen haben Telefonnetze einen Großeinsatz zu bewältigen: Damit Anrufer nicht endlos warten müssen, sondern ihre Telefonnummer registriert und sie darüber automatisch informiert werden, ist eine ausgeklügelte Technik nötig. Bochumer Nachrichtentechniker um Dr.-Ing. Fritz-Jürgen Reich (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) haben einen Simulator entwickelt, mit dessen Hilfe Intelligente Netze auf Herz und Nieren überprüft werden können. Das aus Modulen bestehende Werkzeug ist flexibel erweiterbar und somit auch für kommende Generationen Intelligenter Netze zu gebrauchen.

Telefon hat sich herausgemacht

Das Telefon hat sich in seinem erst etwa hundertjährigen Leben ganz ordentlich herausgemacht: Von einer Einrichtung, über die man ausschließlich über Entfernungen mit jemanden sprechen konnte, hat es sich bis heute zu einem eigenen Dienstleistungssystem ausgewachsen. Intelligente Netze erlauben via Telefon Informationen von Wetter bis Börse, die Teilnahme an Abstimmungen wie etwa zum "Eurovision Song Contest" und an Gewinnspielen oder auch dauerhaft gleichbleibende Rufnummern - alles ohne Kontakt zu Personen. Die Netze haben mit solchen Diensten jedoch eine ganze Menge Arbeit - was der Anrufer nicht weiß oder vergisst und kurze Bearbeitungszeiten wie bei einem "normalen" Telefongespräch erwartet. "Intelligente Netze müssen in gewohnter Zeit die erwartete Systemreaktion liefern und kurzfristig extreme Verkehrsanforderungen sinnvoll abarbeiten", erläutert Reich.

Forscher helfen der Telekom

Wegen unerklärlich langer Antwortzeiten solcher Systeme zu Beginn vereinbarte die Deutsche Telekom mit dem Lehrstuhl für Nachrichtentechnik der RUB eine Zusammenarbeit. Da jedoch weder Protokoll- noch Systemdaten für eine Analyse zur Verfügung standen, machten die Ingenieure aus der Not eine Tugend: Sie entwickelten einen Simulator, der verschiedene Netze nachbilden und testen kann. Der Aufbau aus verschiedenen Modulen erlaubt einen sehr flexiblen Einsatz und die Prüfung einzelner Bestandteile eines Netzes und ihren Einfluss auf seine sinnvolle Funktion. So stellen die Wissenschaftler das (künstliche) Netz vor unterschiedliche Herausforderungen, etwa eine Flut von Anrufen, die es nicht auf einmal bewältigen kann. Ein Modul zur so genannten Verkehrsausdünnung soll verhindern, dass das System ins Schwitzen gerät. Da sich neue Module problemlos einbauen und testen lassen, eignet sich der Simulator auch für die Prüfung zukünftiger Systeme.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 1/01. Dort finden Sie außerdem folgende Themen: Alarm in der U-Bahn: Mit "NADiS" sicher aus dem Tunnel; Krebsgen gegen Nervenleiden; Checkpoint im Gehirn: Jetzt in der Kulturschale; Chemische Tricks mit molekularen Klümpchen; Stoßfrei durch die Nanostruktur; Der Islam und die europäische Kultur; Münzen machen Geschichte. RUBIN ist in der Pressestelle der RUB für 5 DM erhältlich.

Weitere Informationen

Dr.-Ing. Fritz-Jürgen Reich, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22855/-28855, Fax: 0234/32-14100, E-Mail: fjr@nt.ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

Weitere Berichte zu: Intelligent Modul Nachrichtentechnik Simulator Telefondienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Soundbar reduziert Höranstrengung
25.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung