Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dialogprozesse für die Behandlung radioaktiver Abfälle

13.07.2004


Die breite Öffentlichkeit nimmt gegenüber der Einführung von Programmen zur Behandlung von radioaktiven Abfällen eine allgemein ablehnende Haltung ein, obwohl die einbezogenen Sicherheitsmaßnahmen modern und fortschrittlich sind. Um die öffentliche Beteiligung zu fördern und die Transparenz bei der Entscheidungsfindung zu erhöhen, hat man sich im Rahmen des RISCOM-II-Projekts auf die Entwicklung von geeigneten Dialogprozessen konzentriert, die alle betroffenen Beteiligten und die Öffentlichkeit einbeziehen.



Innerhalb dieses Projekts hat man sich auf die Abbildung von bei der Leistungseinschätzung beobachteten Werten konzentriert und eine Übersicht über Dialogprozesse und Anhörungsformate bereitgestellt. Zusätzlich wurden im Rahmen von RISCOM-II die erforderlichen betrieblichen Strukturen und ihr Einfluss auf die Transparenz bestimmt. Mit den Projektergebnissen konnten außerdem Verfahren und Strategien für die Verbesserung von Dialogen und Entscheidungsfindung in einem über die Behandlung von radioaktiven Abfällen hinausgehenden Kontext entwickelt werden.

... mehr zu:
»Abfälle »Dialogprozess »RISCOM-II


Als Alternative zu den oft genutzten öffentlichen Meetings wurden im Rahmen von RISCOM-II andere Dialogformen entwickelt, implementiert und bewertet. Hierbei wurden vier verschiedene Besprechungsformate zur Beteiligung der Öffentlichkeit am Dialog bestimmt und bewertet, um ihren möglichen Beitrag für diesen Dialog einschätzen zu können. Sowohl die Entwicklung als auch die Beurteilung von Prozessen für die öffentliche Beteiligung basierten auf einer Reihe von Bewertungskriterien aus Berichten zur nationalen Entwicklung von Vorschlägen für Behandlung von radioaktiven Abfällen und auf akademischen Erfahrungen.

Ein überaus nützlicher Dialogprozess, das Team Syntegrity-Verfahren, unterstützt die automatische Erstellung eines Besprechungsplans, die nicht hierarchische Schöpfung von Ideen und die effektive Beteiligung aller Teilnehmer. In diesem Zusammenhang wurden auch Internet-basierte Ressourcen für die Website einer Schule verwendet und mit Hinblick auf ihre Nützlichkeit für die Verbesserung der Kommunikation untersucht. Alle Dialogprozesse können einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von geeigneten Kanälen für die Kommunikation zwischen öffentlichen Beteiligten und gesetzlichen Vertretern leisten, die sich direkt für das Thema Behandlung von radioaktiven Abfällen interessieren.

Wenn man ein besseres Verständnis der alternativen Dialogmöglichkeiten für den Bereich Behandlung von radioaktiven Abfällen fördert, werden diese Verfahren wahrscheinlich auch von der Atomindustrie, von Umwelteinrichtungen und politischen Entscheidungsträgern genutzt werden. Diese nützlichen Kommunikationsformate können in Zukunft aber auch in anderen nicht atomwirtschaftlichen Bereichen für Beratungs- bzw. Entscheidungsfindungsprozesse eingesetzt werden.

Kontaktangaben

Magnus Westerlind
Swedish Nuclear Power Inspectorate
Box 6048, 10658 Stockholm, Schweden
Tel: +46-86-988684
Email: magnus.westerlind@ski.se

Magnus Westerlind | ctm
Weitere Informationen:
http://www.karinta-konsult.se/RISCOM.htm

Weitere Berichte zu: Abfälle Dialogprozess RISCOM-II

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie