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Neuentwickeltes Prozessgestaltungstool für E-Business in KMU vorgestellt

26.05.2004


Business Online - Arbeiten Online

„Wie finde ich Sie im Internet?“ – diese Frage hört man als Unternehmer immer öfter. Es gehört heute einfach zum guten Ton, eine Präsenz im Internet zu haben. Zwar erwartet heute vom Internetgeschäft niemand mehr die enormen Umsatzzuwächse, wie sie noch vor wenigen Jahren prognostiziert wurden. Die Nutzung des Internet für Geschäftsprozesse eröffnet aber auch kleinen und mittleren Unternehmen große Chancen. Und dass es ruhiger geworden ist um das Thema, eröffnet die Chance, ohne die übertriebene Hektik der letzten Jahre über Einsatz-möglichkeiten im eigenen Unternehmen nachzudenken und ein durchdachtes Konzept für die eigenen Online-Geschäftsaktivitäten zu entwickeln.

Das Forschungsprojekt „e@rbeit“ unter Leitung des Instituts für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel hat zu diesem Zweck ein Beratungswerkzeug für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt, die ihre E-Business-Aktivitäten neu gestalten wollen. Dieses Beratungstool, das sowohl Online als auch Offline zu benutzen ist, wird auf der Abschlusspräsentation des Projektes e@rbeit am 16. Juni, 9.15 bis 16.30 Uhr in den Räumen der IHK Kassel, der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Neben der Präsentation des Online-Gestaltungstools durch Vertreter des Projektes e@rbeit gibt es Vorträge von Experten rund um das Thema elektronisches Geschäftsleben. Außer ökonomischen und technischen Aspekten spielen personelle Faktoren, wie Kompetenzentwicklung und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur eine besondere Rolle, um nachhaltig und erfolgreich im elektronischen Geschäftsleben zu bestehen. Das Beratungs-Tool begleitet den Veränderungsprozess hin zu digital vernetzten Strukturen im Unternehmen und liefert konkrete praxistaugliche Hinweise, wie die Anforderungen an elektronisch vernetzte Geschäftsprozesse zu realisieren sind.

Das Projektteam ist multidisziplinär besetzt und verfolgt einen humanzentrierten Ansatz zur Technikgestaltung. Beteiligt an den über zweijährigen Forschungsaktivitäten waren von der Universität Kassel neben den Arbeitswissenschaftlern (Prof. Dr.-Ing. Hans Martin und Mitarbeiter) auch die Wirtschaftsinformatiker (Prof. Dr. Udo Winand und Mitarbeiter). Die kommunikativen Aspekte der Technikgestaltung wurden von den Arbeitspsychologen der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Karl-Heinz Sonntag und Mitarbeiter) bearbeitet, die sehr eng mit dem in Hamburg und Wien ansässigen Beratungsunternehmen Arbeitsleben (Dr. Heinrich Geissler) zusammenarbeiteten. Arbeitsleben hat sich auf gesundheitsförderliche Unternehmenskulturen spezialisiert. Auf den Dialog mit der Belegschaft während des Umgestaltungsprozesses legten die Vertreter der Technologieberatungsstelle beim DGB Nordrhein-Westfalen ihr besonderes Augenmerk. Die technische Realisierung des Beratungstools, das über das Internet genutzt werden kann, aber auch als Offline-Variante auf CD-ROM erhältlich ist, übernahm die ebenfalls in Kassel ansässige Ingenium GmbH. Für die rechtlichen Aspekte des elektronischen Geschäftsverkehrs war das Rechtsanwaltsbüro Foerster und Rutow aus Nürnberg zuständig. Die multidisziplinäre Zusammensetzung des Teams erlaubte die umfassende Ausleuchtung des Themas „digitaler Geschäftsverkehr“ und trug dazu bei, ein praxisnahes Gestaltungstool zu entwickeln, das im Rahmen des Projektes in zwei Pilotunternehmen schon einen erfolgreichen Praxistest absolviert hat. Die Veranstaltung richtet sich an Praktiker und Wissenschaftler gleichermaßen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Broschüre über das Projekt ist zusammen mit einer CD mit dem Beratungstool sowie einer weiteren CD mit einem Tool zur rechtlichen Beratung für 50,- € erhältlich. Die Broschüre mit den beiden CDs ist auch nach Projektende über das Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel (Frau Bauche, Tel. 0561/804 4121) zu beziehen. Veranstaltungsort: IHK Kassel, Kurfürstenstr. 9, 34117 Kassel.

Jürgen Klippert | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de/presse/pm/anlagen/e_arbeit.pdf

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