Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das A und O des blauen Strahls

07.05.2004


Der Hunger der Menschen scheint unersättlich.Ging es in grauer Vorzeit bei winterlicher Lagerhaltung oft um Leben und Tod,so hat sich diese Hamstermentalität als Hunger nach Digitalem weitgehend erhalten:CDs und DVDs speichern Texte,Bilder,Musik und Filme,bis der Brenner raucht.Passen sämtliche 41 Symphonien von Mozart in hoher Qualität bequem auf eine einzige DVD,so steht die als »Blu-ray Disc « oder »Blue Disc « bezeichnete DVD bereits in den Startlöchern..Mit geschätzten bis zu 50 Gigabyte Kapazität ersetzt sie mehr als zehn herkömmliche DVDs.Ihr Name entstammt dem blauen Laserstrahl, mit dem die Daten noch dichter als mit rotem Licht geschrieben und gelesen werden können.

Der Trend zu kürzeren Wellenlängen bringt wie bei jeder neuen Technologie einige Probleme mit sich.So wird das Licht von einer neuartigen Laserdiode erzeugt,wie Professor Joachim Wagner vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF erklärt:»Gemeinsam mit Osram entwickeln wir Laserdioden aus Galliumnitrid – dem im blauen Bereich am besten geeigneten Halbleitermaterial.Das größte Problem derzeit sind dessen komplexe Alterungsvorgänge.« Erst wenn die Forscher einen vernünftigen Kompromiss zwischen Intensität, Strahlgüte und Lebensdauer einerseits und Preis andererseits gefunden haben,wird Osram den blauen Laser großtechnisch produzieren.

Nachdem der blaue Strahl an den unzähligen kleinen Löchern (pits )der silbrigen Scheibe reflektiert wurde,trägt er die digitalen Informationen zum Empfänger.Ein Feld von Photodioden aus Silicium registriert die optischen Impulse und leitet sie als elektrisches Signal zur Auswerteelektronik weiter.Das Problem:Die räumliche Lage des blauen Laserstrahls variiert,da die reflektierende Scheibe nicht gleichmäßig dick ist und immer etwas eiert.Mit vier im Quadrat angeordneten Photodioden konnte dies bisher kompensiert werden. Bevor der Strahl zu sehr aus dem Fokus läuft oder außerhalb des Detektors aufzutreffen droht,korrigieren kleine mechanische Stellglieder die Lage der Optik. Bei der »blauen Scheibe « steigen die opto-mechanischen Ansprüche jedoch wegen der viel feineren örtlichen Auflösung.»Soll die Schaltung zur Fehlerkompensation nicht überfordert werden,was zu lästigen Aussetzern führt,müssen bessere Detektorköpfe her «,weiß Armin Kemna vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg.»Mit unserem Industriepartner Thomson Multimedia entwickelten wir komplette Schaltungen mit bis zu 5x5 Sensorflächen und fertigen sie im CMOS-Prozess.«



Ansprechpartner für Laser:

... mehr zu:
»DVD »Disc »Osram »Schaltung

Prof.Dr.Joachim Wagner
Telefon 07 61 /51 59-3 52
Fax 07 61 /51 59-6 77

joachim.wagner@iaf.fraunhofer.de

Dr.Harald D.Müller
Telefon 07 61 /51 59-4 58
harald.mueller@iaf.fraunhofer.de
für Detektoren:

Dipl.-Ing.Armin Kemna
Telefon 02 03 /37 83-2 40
Fax 02 03 /37 83-2 78
kemna@ims.fraunhofer.de

Dipl.-Ing.Martin van Ackeren
Telefon 02 03 /37 83-1 30
Fax 02 03 /37 83-2 66
martin.vanackeren@ims.fraunhofer.de

| Fraunhofer Gesellschaft

Weitere Berichte zu: DVD Disc Osram Schaltung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise