Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Audio-Elemente gegen visuellen Overkill

14.04.2004


Höhere Aufmerksamkeit als durch rein optische Darstellung



Unternehmen transportieren ihre Markenbotschaften zunehmend über alternative Sinneskanäle in die Köpfe der Kunden, um dem visuellen Overkill zu entgehen. Vor allem über Sounds wollen sie sich Gehör verschaffen. "Klänge sind heute wichtige Bestandteile im Marketingmix", sagt Oliver Heil, Marketingprofessor an der Universität Mainz und Direktor des Center for Brand Equity & Competition. "Schließlich haben sie eine stark emotionale Wirkung." Audio-Elementen auf Homepages wird deshalb eine große Zukunft vorausgesagt.

... mehr zu:
»Audio-Element »Overkill »Sound »Webseite


Die Werbung arbeitet seit jeher in besonders hohem Maße mit Bildern, das gilt auch für Werbeformate im Internet. "Die visuelle Reizüberflutung hat extrem zugenommen - Werbebanner und Pop-ups auf Internet-Seiten werden von den Surfern kaum noch wahrgenommen", kritisiert Ralf Pispers, Gesellschafter der Kölner Firma Sounds of Seduction. Der Einzug der Multimedia-Technik, der mittlerweile auch auf dem letzten privat genutzten PC und auch vielen vernetzten Business-PCs stattgefunden hat, eröffne mit der Einbeziehung des Klangs neue Möglichkeiten. "Audio-Elemente auf Webseiten schaffen eine viel höhere Aufmerksamkeit gegenüber der rein optischen Darstellung", so Pispers. In Deutschland ist das Thema "Audio" in der Werbung noch wenig verbreitet. So sind in Deutschland erst rund 130 sogenannte Audio-Brands beim Patentamt registriert.

Die Anwendung von Audio-Elementen ist noch relativ neu und häufig auch noch sehr unbefriedigend. Fehlermeldungen des Internet-Browsers wegen fehlender Plug-ins, lange Ladezeiten durch en-bloc Übertragung der Sounddateien oder gleichförmig wiederholende Audioinhalte bei jedem erneuten Seitenaufruf sind eher kontraproduktiv und schrecken den Internet-Nutzer ab. Pispers beklagt darüber hinaus die nervende und kontextfreie Audio-Gestaltung vieler Webseiten: "Auf vielen Webseiten selbst bekannter und etablierter Firmen stoße ich auf sinnfrei eingesetztes Gedudel, so als ob die alleinige Tatsache, dass Geräusche aus dem PC kommen, den Surfer schon zu Begeisterungsausbrüchen veranlassen würde."

Pispers bemängelt, dass zwar einige Firmen und Agenturen die Webseiten vertonen, dabei aber die Grundaspekte des menschlichen Wahrnehmungsverhaltens überhaupt nicht berücksichtigen. "Akustische Schlüsselreize verwenden, zwischen aktiver und passiver Wahrnehmung wechseln, die richtige Nutzung der Aufmerksamkeitsspannen für auditive Reize, was auf der fertig vertonten Webseite so einfach wirkt, muss mit dem richtigen Fachwissen und Erfahrung konzipiert und umgesetzt werden", führt Pispers aus. Kreativität gehöre wie überall in der Werbung auch dazu: So produziert Sounds of Seduction etwa Business-Hörspiele für die Vertriebs- und Marketingunterstützung. Experten sehen gerade in der Konvergenz von IT und Unterhaltungselektronik ein enormes Einsatzpotential von Audio-Elementen. In Japan gehören "sprechende" Rolltreppen oder Automaten längst zum Alltag. Für Internetseiten erwartet der Soundexperte Pispers einen ähnlichen Trend.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.center.marketing-science.de
http://www.sounds-of-seduction.de

Weitere Berichte zu: Audio-Element Overkill Sound Webseite

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie