Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Initiative "Internet ohne PC" bringt Autos zum Sprechen

03.05.2001


... mehr zu:
»Funkverbindung »Internet-Auto
Entwicklungsprojekt "Sprechendes Internet-Auto" ist 2002 serienreif

Unter der Federführung der Unternehmen car4you International AG (Baden/Schweiz), Clarity AG (Bad Homburg) und space2go GmbH (Berlin) hat die Initiative "Internet ohne PC" (IoPC) e.V. (München) ein Entwicklungsprojekt für das "Sprechende Internet-Auto" gestartet. Ziel ist es, Autofahrern unterwegs über Sprachdialogsysteme Zugang zu persönlichen Daten (Termine, Adressen usw.) und zur Informationsfülle des WWW zu verschaffen. Der Fahrer redet dabei mit einem Computer, der über eine Funkverbindung die Daten besorgt und vorliest oder auf einem Display anzeigt. Das bringt laut IoPC Komfort- und Sicherheitsvorteile.

Die Unternehmen der IoPC-Initiative haben nach eigenen Angaben die Komponenten für das "Sprechende Internet-Auto" bereits entwickelt. Im nächsten Schritt werden die Module zu einem Protoyp zusammengefügt, den die Firmen zur IAA im September präsentieren wollen. Die Serienreife wird für 2002 angestrebt.

Clarity bringt ein Sprachdialogsystem in das Projekt ein, mit dem man sich in natürlicher Sprache unterhalten kann. Als typische Anweisungen nennt der Clarity-Vorstandsvorsitzende Christoph Pfeiffer: "Berechne die schnellste Route zum nächsten Einkaufszentrum, welche Staus sind auf der Strecke zu erwarten, bring mich zur billigsten Tankstelle im Umkreis von 5 km, sag mir das Kinoprogramm der Stadt, in der ich mich befinde, zeig mir den Weg zur nächsten Apotheke, die geöffnet hat." Der Computer versteht laut Clarity-Chef Pfeiffer Dialekte und Fremdsprachen. Falls die Spracherkennung im Einzelfall versagt, wird der Autofahrer mit einem Live-Operator verbunden, der seine Wünsche entgegennimmt.

Das europäische Automobilportal car4you.com stellt die Inhalte für die Autofahrer zur Verfügung. Das Spektrum reicht von der Routenplanung über den Hotel- und Restaurantführer, einen Stau- und Radarwarner bis hin zum Freizeitberater, der darüber informiert, wo was los ist. Die Inhalte werden "voice enabled" für die Abfrage per Telefon. car4you-Vorstandsvorsitzender Johannes Sczepan ist sich sicher: "In fünf Jahren werden über 80 Prozent aller Neuwagen über eine Internet-Verbindung verfügen. Die Sprachsteuerung wird sich bis dahin zur meistgenutzten Bedienerschnittstelle im Auto entwickeln."

space2go bringt die persönlichen Daten ins Auto. Man erhält unterwegs Zugang zum eigenen Adressenverzeichnis, um sich eine Telefonnummer oder eine Anschrift heraussuchen zu lassen. Ebenso kann man sich während der Fahrt seinen Terminkalender vorlesen lassen oder interaktiv Termine abfragen. space2go-Geschäftsführer Christian Huthmacher gibt ein Dialogbeispiel: "Wann ist der Termin mit Gerhard Schröder eingetragen? ... Verbinde mich mit seinem Sekretariat, um das Meeting zu verschieben."

Die Funkverbindung wird über ein GSM-Telefon hergestellt. Künftig wird jeder, der ein Handy mit Freisprecheinrichtung besitzt, den Service nutzen können, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Autohersteller und Telematikanbieter können mit dem car4you/Clarity/space2go-Konzept eine integrierte Lösung entwickeln, die mit einem Navigationssystem oder einer Radio-/Telefon-Kombieinheit zusammenarbeitet. In den integrierten Systemen ist die schnelle Datenübertragung über GPRS und künftig UMTS einsetzbar, so dass die Sprachausgabe mit grafischen Display-Informationen ergänzt werden kann.

Internet ohne PC e.V. ist eine gemeinsame Initiative der Software- und Serviceanbieter für das mobile Internet. Sie wird u.a. von Aventeon, car4you, Clarity, fileants, global remote, Jamba!, space2go, surfID, Weblicon, Xcelerate und anderen getragen.

Weitere Informationen c/o
Clarity: Christoph Pfeiffer,
Tel. 06172 / 13 885-0,
E-Mail: presse@clarity-ag.net

car4you: Johannes Sczepan,
Tel. +41 56 204 03 03,
E-Mail: presse@car4you.de

space2go: Christian Huthmacher,
Tel. 030 / 590 06 70,
E-Mail: chuthmacher@space2go.com

PR: Dripke.Wolf.Weissenbach.
Tel. 0611 / 973150,
E-Mail: team@dripke.de

ots |

Weitere Berichte zu: Funkverbindung Internet-Auto

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie