Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eventreport 2003: Neue Trends im Eventmarketing

18.02.2004


Neue Trends im Eventmarketing



Chemnitzer Marketing-Experten legen den "Eventreport 2003" vor: Events verlieren ihr "Sahnehäubchen-Image" im Marketing-Mix, denn die Erfolgskontrolle von Veranstaltungen wird immer wichtiger



Events werden veranstaltet, wenn beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt gebracht werden soll oder wenn eine Jubiläumsgala ansteht. Immer mehr Unternehmen, Verbände oder Kommunen lassen sich in diesem Marketingbereich professionell unter die Arme greifen. Und die Prognose für den Eventmarkt 2004 ist positiv. Nach der aktuellen Marktforschungsstudie "Eventreport 2003" ( http://www.eventreport.de ) der Professur für Marketing der TU Chemnitz ist mit einem moderaten Wachstum am Eventmarkt für 2004 zu rechnen. Ein Drittel der Unternehmen wollen ihre Eventbudgets zukünftig steigern. Eventmarketing kann seinen festen Platz im Mix der Instrumente der Marketingkommunikation weiter festigen. Doch nicht alle Eventdienstleister werden davon profitieren können. Die Messlatte an Qualität und Wirtschaftlichkeit wird höher gelegt. Der Differenzierungsprozess am Eventmarkt wird sich jedoch fortsetzen. Allein in den letzten zwei Jahren ist die Anzahl der Eventagenturen um 15 Prozent gesunken. Diesen aktuellen Entwicklungstendenzen am Eventmarkt und ihren Hintergründen geht der Eventreport 2003 nach, der direkt an die Studien von 1998/99 sowie den Eventreport 2001 anknüpft und damit erstmals eine qualifizierte Längsschnittanalyse des Eventmarktes ermöglicht.

Die Datenbasis der Studie Eventreport 2003 ergab sich aus einer telefonischen Befragung aller deutschen Marketing-Eventagenturen im Oktober und November 2003 und einer repräsentativen Zufallsstichprobe von etwa 1.000 Unternehmen aller Branchen. Die Datenerhebung wurde gesponsert von der George P. Johnson Company und der MPI Foundation aus den USA, die 2003 vergleichbare Untersuchungen für die USA und Großbritannien durchführten.

"Mehr Events allerdings mit kleinerem Budget", so kann ein allgemeiner Trend beschrieben werden, der sich aus Sicht der eventveranstaltenden Unternehmen deutlich abzeichnet. Waren Events in der Vergangenheit oft das "Sahnehäubchen" im Kommunikations-Mix, das sich Unternehmen leisteten, so zeichnet sich für 2004 eine weitere Verschärfung des in den letzten zwei Jahren entstandenen Drucks auf die Wirtschaftlichkeit von Marketingevents ab. Preissensible Unternehmen treten als Nachfrager mit der Forderung nach höchster Qualität zum moderaten Preis an die Eventagenturen heran.

Konsequenz dieser Entwicklung ist die Forderung nach einer qualifizierten Erfolgskontrolle. Die Studie macht in diesem Bereich weiterhin Defizite aus. Noch immer sind es 20 Prozent der Agenturen und 30 Prozent der Firmen, die keinerlei Erfolgskontrolle durchführen, weil dies nicht als notwendig angesehen wird oder keine geeigneten Messinstrumente bekannt sind. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks ist jedoch in 2004 und den Folgejahren damit zu rechnen, dass es nicht nur der Budgeteinhaltung sondern auch der Budgetbegründung mittels Erfolgskontrolle abgelaufener Events bedarf.

Der Maßstab für die Qualität des Events ist aus Sicht der eventveranstaltenden Unternehmen nicht nur der perfekte Ablauf des Events, sondern vor allem der strategische Einsatz von Events. Die besondere Qualität der "Live"-Kommunikation wird zukünftig noch zielgerichteter genutzt. Allerdings scheint die Zeit allzu opulenter Veranstaltungen vorbei. Konzentration von Eventkonzepten auf des Wesentliche ist angesagt. Events werden entlang der Zielstellungen Brandbuilding, Imageentwicklung und Kundenbindung entwickelt. Nur Eventbausteine, die auf diese Zielstellungen einzahlen, finden Eingang in das Konzept.

Eine erfreuliche Entwicklung aus Sicht der Ausbildung ist der zunehmende Einsatz von Eventmanagern bzw. die Schaffung von Eventabteilungen. In Deutschland sind es inzwischen 25 Prozent der eventveranstaltenden Firmen, die entsprechende organisatorische Entscheidungen getroffen haben. Der Eventmanager kann als "Gatekeeper" zwischen Agentur und Unternehmen bereits bei der Entwicklung des Eventkonzeptes zu dessen optimaler Anpassung an die Kommunikationsstrategie des Unternehmens beitragen.

Weitere Informationen sind unter http://www.eventreport.de erhältlich. Darüber hinaus beantwortet Dr. Jan Drengner, Professur für Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 41 58, E-Mail drengner@wirtschaft.tu-chemnitz.de , gern weitere Fragen.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.eventreport.de

Weitere Berichte zu: Erfolgskontrolle Event Eventmarketing Eventmarkt Eventreport

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Mehr Wissenschafts-Enthusiasten als Desinteressierte in der Schweiz
05.02.2018 | Universität Zürich

nachricht Zwischen Filterblasen, ungleicher Sichtbarkeit und Transnationalität
06.12.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics