Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Geschäftsabwicklungen sind noch keine Realität

25.04.2001


Emnid-Studie zeigt, dass das Internet vorrangig als Informationsquelle genutzt wird - Bei der Abwicklung von Geschäften liegen die traditionellen Medien vorn

Die komplette Durchführung von Geschäftsaktionen via Internet hat sich im B-to-B-Umfeld noch nicht in dem Maße durchgesetzt, wie in der Vergangenheit prognostiziert. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Hamburger Wer liefert was? GmbH in Auftrag gegebene Untersuchung des Marktforschungsinstitutes Emnid. Zwar erfreut sich das Internet bei der Informationssuche großer Beliebtheit, für die Ansprache und den Bestellvorgang greifen die Einkäufer jedoch auf Faxgerät und Telefon zurück.

Emnid untersuchte in der Studie "Virtuelle B-to-B-Marktplätze" die Akzeptanz des Internets und geschäftliche Transaktionen über das Web. Nach der ersten Untersuchung im Herbst des Vorjahres wurden dafür wieder Entscheider aus Firmen mit Mitarbeiterzahlen zwischen 6 und 1000 interviewt. "Die Ergebnisse zeigen, dass sich längst noch nicht alle Geschäftsprozesse ins Internet übertragen haben," sagte Frank Wagner von Emnid anlässlich der Präsentation der Studie auf der Hannover Messe Industrie. Demnach wird das Internet vor allem zur Suche nach neuen Lieferanten und Produkten eingesetzt. Mit insgesamt 42% der Nennungen liegen diese Motive unangefochten an erster Stelle. Dem Aspekt der Recherche nach Produkten räumten die Teilnehmer sogar einen größeren Nutzen ein als der Kommunikation via e-mail und der branchenspezifischen Informationssuche.

Insgesamt liegt das Einkaufsvolumen, welches für neue Lieferanten zur Verfügung steht, bei 30%. Das restliche Volumen ist durch Rahmenverträge und feste Haus- und Hoflieferanten bereits vergeben.

Deutlich wurde auch, dass das Web herkömmliche Methoden im Beschaffungswesen nicht ersetzt hat. Denn geringere Werte weist das Internet dann auf, wenn es um die Kommunikation mit Geschäftspartnern geht. Gerade einmal 7% der Befragten nehmen online Kontakt auf und gar nur 3% bestellen auch auf diesem Wege. Hier besitzen das Faxgerät und das Telefon einen deutlichen Vorsprung. Während der Anteil der Fax-Bestellungen in allen Firmengrößen etwa gleich ausgeprägt ist, spielt das Telefon als zweitwichtigstes Medium insgesamt bei den großen Firmen nur eine untergeordnete Rolle.

Diese Werte verdeutlichen, dass sich eine komplette Geschäftsabwicklung über das Internet bislang nicht durchgesetzt hat. Dies erstaunt insofern, als die nötige Infrastruktur inzwischen vorhanden ist und eine fast uneingeschränkte Verfügungsmöglichkeit über das Online-Medium besteht. Mit 84% besaßen nahezu alle Befragten einen Internetzugang am Arbeitsplatz, und das unabhängig von der Firmengröße. Dies ist eine Steigerung von 17% innerhalb der letzten sechs Monate. Durchschnittlich wird das Internet dabei 16 Minuten zu beruflichen Zwecken genutzt.

Als Hinderungsgründe für den Einkauf per Mauklick mögen sich auch zwei weitere Tatsachen auswirken: Immerhin 18% der Einkäufer gaben an, ab einer bestimmten Auftragssumme die Zustimmung eines Vorgesetzten einholen zu müssen. Ebenso bevorzugen 65% das Verfahren, Bestellvorgänge in der Registratur abzulegen.

"Die Ergebnisse bestätigen unsere Untersuchung aus dem Vorjahr. Virtuelle Geschäftsaktionen werden noch längst nicht in ihrer gesamten Breite akzeptiert. Hierauf haben sich virtuelle Marktplätze im B-to-B-Umfeld einzustellen", sagte Frank Wagner.

Redaktionskontakt:
Marc v. Bandemer, 
Public Relations v. Hoyningen-Huene,
Tel: 040/41 62 08-17,
Fax: 0 40/410 11 71,
e-mail: mvb@prvhh.de

Herausgeber: Wer liefert was? GmbH 
Normannenweg 16-20
20537 Hamburg
Tel. 040/25440-0
Fax  040/25440-100
e-mail info@wlw.de

ots |

Weitere Berichte zu: B-to-B-Umfeld Einkäufer Faxgerät Informationssuche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit

Rittal Klima-Tipps: Ist ein Kühlgerät wirklich nötig?

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

18.10.2017 | Medizintechnik