Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bietet Netzbetreibern neue Geschäftsmöglichkeiten: Innovative Online-Unterhaltung und Kommunikation via TV

13.02.2004


Siemens macht den Fernseher zur Unterhaltungs- und Kommunikations-Drehscheibe: Der Bereich Information and Communication Networks (ICN) hat ein ganzes Bündel von Online-Diensten entwickelt, die Netzbetreiber ihren Kunden via DSL auf dem heimischen Fernsehgerät anbieten können. Neueste Filme, Musikvideos und Spiele lassen sich ganz einfach aus dem Netz auf den Fernseher holen, aber auch Internet-Zugang, E-Mails, SMS/MMS und Video-Telefonieren über TV werden möglich. „Solche Innovationen geben dem Markt Impulse für erneutes Wachstum“, erklärte Thomas Ganswindt, ICN-Chef und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG, anlässlich der Vorstellung der neuen Lösung auf einer internationalen Presseveranstaltung in Athen. „Damit machen wir unsere Kunden erfolgreich, deshalb haben wir auch selbst Erfolg“.



Am Anfang des unter dem Namen Simon geführten Projekts standen Marktstudien bei Konsumenten. Siemens befragte die Kunden seiner Kunden, welche Leistungen ihnen wichtig seien; so wichtig, dass sie bereit wären, dafür auch Geld auszugeben. Es zeigte sich, dass das Interesse an Online-Diensten und -anwendungen, die neu sind, Spaß bringen und einfach zu bedienen sind, besonders hoch ist. So beziffern Marktanalysten das Potenzial speziell für Videotelefonie, Audio-, Video- und Spiele on Demand auf gut 10 Milliarden Euro (2004) bei einer Steigerung auf deutlich über 20 Milliarden Euro im Jahr 2006. Laut einer Studie von NFO Infratest sind Konsumenten bereit, für das innovative Dienste-Bündel von Siemens durchschnittlich 50 Prozent Aufschlag auf ihre derzeitige Telefon- und Internet-Rechnung zu zahlen.



Entsprechend den ermittelten Ergebnissen hat Siemens ICN seine auf die heimische „Unterhaltungs- und Kommunikationszentrale“ Fernsehen zugeschnittenen Services und Anwendungen entwickelt. Damit kann der Siemens-Bereich seinen Kunden, den Festnetzbetreibern, eine Lösung anbieten, die ihr Geschäft mit Endkunden noch erfolgreicher macht als bisher. Und deshalb ist auch die Resonanz auf die neue Siemens-Lösung so positiv, zumal deren modulares Konzept jedem Betreiber eine maßgeschneiderte Einstiegsstrategie ins Multimedia-Geschäft ermöglicht.

Die Anwendungen sind für alle Konsumenten verfügbar, die einen Fernseher und einen DSL-Anschluss besitzen - und sie sind einfach zu bedienen. Das Fernsehgerät wird zur Zentrale von Spaß und Unterhaltung. Dazu gehören Online-Spiele und reales Video/Audio on Demand, aber auch das einfache Speichern von TV-Sendungen direkt aus dem Electronic Programme Guide (EPG) oder das nachträgliche Anschauen „verpasster“ Sendungen, also zeitversetztes Fernsehen. Hinzu kommen Möglichkeiten der Kommunikation mit Bildübertragung wie Videotelefonie und der Austausch von Nachrichten, etwa via SMS, MMS oder E-Mail, sowie der Internet-Zugang über das TV-Gerät. Der DSL-Rückkanal eröffnet den Netzbetreibern zudem neue Kooperationsoptionen mit TV-Sendern auf dem Gebiet des „Interactive TV“.

Um die Anwendungen verfügbar zu machen, wird an den DSL-Anschluss eine Set-top-Box angeschlossen. Damit werden der Fernseher und bei Bedarf weitere Endgeräte wie PC oder Telefon verbunden. Alle Online-Dienste laufen über das Internet-Protokoll (IP). Der Netzbetreiber sorgt durch die Steuerung der Service-Qualität (Quality of Service, QoS) für die reibungslose Bereitstellung der Dienste. Zur Realisierung des Simon-Projekts arbeitet Siemens auch mit Partnern, die führende Positionen im Multimedia-Markt einnehmen, zusammen. Diese steuern beispielsweise Server zur Speicherung der Inhalte oder die Software zur Verteilung der Inhalte zur Gesamtlösung bei.

Die TV-zentrierten Anwendungen sind ein wesentliches Element des LifeWorks-Konzepts von Siemens ICN. LifeWorks wurde entwickelt, um Anwendern die einheitliche und durchgängige Kommunikation über unterschiedliche Geräte und Medien hinweg zu ermöglichen und dabei insbesondere die Schranken zwischen den privaten und öffentlichen Netzen aufzuheben. Das Simon-Projekt bindet dabei auch den privaten Lebensbereich mit ein.

Siemens Information and Communication Networks (ICN) ist ein international führender Anbieter von Kommunikationslösungen für Unternehmen und Netzbetreiber. Das Leistungs-Spektrum reicht von Echtzeit-Anwendungen auf Basis des Internet-Protokolls, IP-Konvergenzlösungen, Systemen für den Breitbandzugang bis hin zu optischen Transportnetzen. Hinzu kommen Beratungs- und Service-Leistungen. Unter dem Dach seines innovativen LifeWorks-Konzepts entwickelt ICN über die Grenzen von Firmen-, Fest- und Mobilfunknetzen hinweg eine einheitliche Plattform, mit der Netzbetreiber neue Dienste anbieten und Firmen ihre Produktivität erhöhen können. Im Geschäftsjahr 2003 (30. September) erzielte ICN mit rund 33 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 7,1 Mrd. EUR.

Thomas Schepp | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de

Weitere Berichte zu: Fernseher Konsument Netzbetreiber Online-Dienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Zwischen Filterblasen, ungleicher Sichtbarkeit und Transnationalität
06.12.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

nachricht Soundbar reduziert Höranstrengung
25.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuem Onlineauftritt - Lösungskompetenz für alle IT-Szenarien

16.01.2018 | Unternehmensmeldung

Die „dunkle“ Seite der Spin-Physik

16.01.2018 | Physik Astronomie

Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

16.01.2018 | Geowissenschaften