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Das Handy wird zum Walkie-Talkie

13.01.2004


Eine Verabredung mit mehreren Personen zu vereinbaren, kann manchmal eine langwierige und frustrierende Angelegenheit sein. Wer eine teure Telefonkonferenz vermeiden will, muss entweder einen Menge einzelner Telefonate führen oder fleißig Kurzmitteilungen versenden. Weitaus schneller und komfortabler geht es mit der neuen Technologie "Push to Talk", die jetzt von Siemens vorangetrieben wird: Sie verwandelt das Handy in ein Walkie-Talkie.

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Wie bei einem normalen Handfunkgerät können sich mehrere Personen ganz einfach verständigen, ohne eine Gesprächsverbindung aufbauen zu müssen. Zunächst legt der Anwender die gewünschten Funkpartner in einer Verteilerliste fest. Anschließend genügt ein Knopfdruck, um die gesamte Gruppe zu erreichen. Jeder der Teilnehmer hört die Nachricht praktisch ohne Zeitverzögerung über seine Freisprecheinrichtung und kann - ebenfalls per Tastendruck - spontan antworten. Wie bei einem Walkie-Talkie findet die Kommunikation im Teilduplexmodus statt, das heißt, immer nur in eine Richtung. Wer zuerst den Knopf drückt, darf sprechen, in der Zeit müssen die anderen Teilnehmer zuhören. Möglich wird "Push to Talk" durch die so genannte "Always on"-Funktion des GPRS-Standards, die im Prinzip einer Standleitung ähnelt. Der Clou bei der Geschichte: Genau wie beim Instant Messaging im Internet sehen die Teilnehmer, welche Personen ihr Handy gerade eingeschaltet haben und somit erreichbar sind.

So dauert es nur ein paar Sekunden um herauszufinden, welche Freunde gerade Lust auf einen Kneipenbesuch oder einen Kinofilm haben. Doch auch für Unternehmen bietet "Push to Talk" erhebliche Vorteile. Insbesondere auf Baustellen oder in großen Bürogebäuden können Mitarbeiter unabhängig von ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsort schnell erreicht werden.


Zusammen mit weiteren führenden Herstellern der Mobilfunkbranche hat sich Siemens bereits auf die Verwendung eines einheitlichen Standards für die neue Technologie verständigt, um die Kompatibilität unterschiedlicher Komponenten und Endgeräte zu gewährleisten. Derzeit wird "Push to Talk" in Zusammenarbeit mit mehreren Mobilfunkbetreibern erprobt. Die Gebühren für die Walkie-Talkie-Gespräche werden wie üblicher GPRS-Datenverkehr nach dem übertragenen Volumen berechnet. Die Markteinführung entsprechender Handys ist für Mitte 2004 geplant.

Norbert Aschenbrenner | Siemens Technikkommunikation
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/newsdesk

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