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Fernsehmacher fürchten High-Definition-TV

09.01.2004


Strategien gegen hohe Auflösung entwickelt



US-Fernsehmacher fürchten die weitere Verbreitung des High-Definition-TV (HDTV). Die Technologie, die Bilder zeigt, die größer und fast fünf Mal so scharf sind wie die auf einem normalen TV-Gerät, könnte nach Meinung von Vertretern der TV-Branche dem Publikum Dinge zeigen, die es eigentlich nicht sehen will. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ).



Nach Angaben des WSJ gibt es Anzeichen dafür, dass HDTV in absehbarer Zeit auch bei den Zuschauern ankommt. Nach Jahren des Hypes, in denen aber nur wenige die neuen Geräte kauften, seien die Verkäufe in der letzten Saison angestiegen. Diese Entwicklung ist auf eine deutliche Preissenkung einiger großer Händler wie Wal-Mart zurückzuführen, die HDTV-Geräte für weniger als 1.000 Dollar anboten. Im Vergleich zum Jahr 2002 sind die Verkäufe von digitalen Fernsehgeräten, die zu HDTV aufgerüstet werden können, im letzten Jahr um 56 Prozent gestiegen, berichtet das WSJ unter Berufung auf die Consumer Electronics Association.

Doch nicht überall wird diese Entwicklung mit Freude aufgenommen. Dank der neuen Technik seien nun Falten auf den Gesichtern der Nachrichtensprecher oder Schauspieler, Risse in der Kulisse oder Pinselstriche auf bemalten Hintergründen gestochen scharf zu erkennen. Außerdem sorgt sich der Präsident von ABC, Preston Davis, um seine Sportübertragungen, da die Zuschauer die Spieler am Spielfeldrand dabei erwischen könnten, wie sie etwas für die Übertragung Ungeeignetes tun.

Mittlerweile haben sich die Fernsehmacher Strategien überlegt, wie sie die hohe Auflösung von HDTV überlisten können. Einige Maskenbildner verwenden eine neue Technik, die Airbrush genannt wird und nur einen zarten Makeup-Film auf der Haut verbreitet. Kameramänner nutzen eine Funktion ihrer Kameras, durch die nur die Hautfarbe unscharf gemacht wird. In einigen Seifenopern werden Zimmer vergrößert und spezielle Farben mit besonderer Wirkung auf HDTV-Geräte verwendet.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.wsj.com

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