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Programm für europäische Spitzenposition in der Telekommunikation gestartet

24.11.2003


Unter dem Namen CELTIC ist ein neues europäisches Forschungsprogramm gestartet worden. Das EUREKA Cluster-Projekt hat zum Ziel, Europas Spitzenposition in der Telekommunikation aufrecht zu erhalten.



Unter dem Namen CELTIC ist ein neues europäisches Forschungsprogramm gestartet worden. Das Ziel der Initiative ist es, Europas Führungsstellung in der Telekommunikation aufrecht zu erhalten. CELTIC wurde am 23. Oktober 2003 offiziell als EUREKA-Cluster-Projekt anerkannt. Es ist das erste europäische Forschungsprogramm, das der vollständigen Integration von Telekommunikations-Systemen von Endpunkt zu Endpunkt gewidmet ist.



"Als einer von Europas strategisch bedeutendsten Sektoren und Schlüssel für Wirtschaft und Beschäftigung ist die Telekommunikation bereits jetzt an oberster Stelle in der Liste bei den Investitionen in Innovationen. Der augenblickliche wirtschaftliche Abschwung und das hohe Entwicklungstempo auf diesem Sektor, das die Investitionskapazitäten überschreitet, machte die Einführung dieser Initiative dringlich," sagt Jean-Paul Jacamon, Vorsitzender der Eureka High-Level Group.

CELTIC wird es allen Akteuren im Telekommunikations-Sektor ermöglichen, in zukunftsweisenden F&E-Projekten zu kooperieren. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Alcatel, British Telecom, Ericsson, France Télécom, Italtel, Nokia, Telecom Italia, Telefónica, und Thomson. CELTIC is offen für andere große Unternehmen, kleine und mittelgroße Firmen, Forschungsinstitute und Universitäten. Faktisch ist es das erste Mal, dass eine starke F&E-Anstrengung auf europäischer Ebene zwischen Herstellern, Netzbetreibern und Diensteanbietern erreicht werden konnte.

Der einzigartige Wert von CELTIC liegt in der vor-wettbewerblichen Entwicklung von umfassenden, integrierten Kommunikationssystem-Lösungen, einschließlich Plattformen und Testwerkzeugen. Dieses Konzept bildet den Kern des "CELTIC Pan-European Laboratory" und wird Tests und Evaluationen von Dienstekonzepten, Technologien und Systemlösungen ermöglichen. Die wichtigsten Prioritäten von CELTIC sind Dienste und Anwendungen, Breitband-Infrastrukturen und Sicherheit.

Das Gesamtbudget, das für CELTIC im Zeitraum von 2004 bis 2008 geplant ist, beträgt eine Milliarde Euro. Die Kosten für CELTIC-Projekte werden zwischen Regierungen, die bis zu 50% des Projektbudgets beitragen, und privaten Investitionen aufgeteilt.

CELTIC hat ein geradliniges Geschäftsmodell. Der europäische Telekommunikationssektor verbuchte 2002 einen Umsatz von 236 Milliarden Euro, beschäftigte 1,25 Millionen Menschen und ist verantwortlich für 2,5 % des BSPs der EU. Damit die europäische Telekommunikation führend bleibt, müssen eine Reihe von Herausforderungen, wie die Konvergenz von Telefon, Fernseher und Heim-Computer sowie die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Diensten, die gleichermaßen Unternehmen und Kunden zufriedenstellen, bewältigt werden. Wenn CELTIC Europa dazu befähigen kann, sich den gewaltigen technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der entstehenden Wissensgesellschaft gewachsen zu zeigen, wird dies Europa ökonomischen Nutzen bringen.

"Heute führt Europa in Bereichen wie mobiler und drahtloser Technologie sowie im Breitbandzugang," erläutert Jacques Magen, Vorstandsvorsitzender von CELTIC. "Wir wollen aus dieser führenden Stellung Nutzen ziehen, indem wir uns auf diese Bereiche konzentrieren sowie auf neue Trends, beispielsweise die Übertragung von audio-visuellen Daten über das Telekommunikationsnetz. Wenn wir das nicht in Europa tun, wird es in den USA oder Japan getan."

Es gibt bereits eine Reihe von F&E-Programmen in Europa, wie das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission und eine Reihe von nationalen Projekten. Aber entweder sind sie nicht vollständig der Telekommunikation gewidmet oder sie tendieren mehr zu einer mittel- bis langfristigen Perspektive. Das gegenwärtige schwierige Geschäftsklima bedeutet andererseits, dass die F&E-Anstrengungen in Telekommunikations-Unternehmen darauf beschränkt sind, eher die nächsten sechs bis zwölf Monate im Blick zu haben als darüber hinausgehende Zeiträume. CELTIC wird diese Lücke schließen und Technologien, Systeme und Dienste aus kurz- bis mittelfristiger Perspektive betrachten. Während also der Start von CELTIC in ein negatives ökonomisches Klima fällt, wird der Nutzen aus den ersten Projektergebnissen sicherlich eine Reihe von weiteren privaten and öffentlichen Investitionen stimulieren.

CELTICs erster Aufruf für Projektvorschläge läuft bereits mit Abgabetermin 28. November 2003. Es wird erwartet, dass die ersten Projekte bereits im März-April 2004 beginnen werden, nachdem die Vorschläge von der CELTIC-Initiative begutachtet worden sind und weitere Diskussionen mit den staatlichen Stellen der beteiligten Länder stattgefunden haben.


Über CELTIC

CELTIC ist ein EUREKA-Cluster-Projekt, das im November 2003 begonnen hat. Das Akronym steht für ’Cooperation for a sustained European Leadership in Telecommunications’. Die Initiative wird getragen von der Mehrzahl der großen europäischen Akteure in der Kommunikations-technologie. Das Hauptziel von CELTIC ist es, die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der Telekommunikation durch kooperative Forschung und Entwicklung aufrecht zu erhalten. CELTIC-Projekte sind gekennzeichnet durch einen ganzheitlichen Ansatz zu Telekommunikationsnetzen, Anwendungen und Diensten. Wie alle EUREKA-Cluster-Projekte ist CELTIC offen für jedwede Projektteilnehmer aus EUREKA-Staaten.
CELTIC Website: www.celtic-initiative.org

Über EUREKA

EUREKA is ein pan-europäisches Netzwerk für marktorientierte, gewerbliche Forschung und Entwicklung. EUREKA fördert die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen durch internationale Kooperation, die Schaffung von Verbindungen und Innovations-Netzwerke. Das Ziel ist, qualitativ hochwertige Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Markt zu bringen und den Multiplikatoreffekt von Kooperationen zu nutzen. Damit wird bezweckt, die Lebensqualität zu fördern und zu verbessern.
EUREKA Website: www.eureka.be


Milon Gupta | idw
Weitere Informationen:
http://www.celtic-initiative.org

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