Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Gruppen-Kommunikations-Tool für den neuen IPv6-Netzwerkbetrieb

30.09.2003


Mit Blick auf die Telekommunikationsnetze der nächsten Generation brachte ein IST-Projekt die Migration von verbreitet genutzten Anwendungen von der Internet-Protokollversion 4 (IPv4) zur Version IPv6 hervor. Von diesen Anwendungen wurde eine Telekonferenz- und eine Telemeeting-Anwendung namens ISABEL nicht nur erfolgreich umgestellt, sondern auch weiter darauf untersucht, inwieweit sie fortschrittlichere Dienste beinhalten könnten.


ISABEL ist ein für die Kooperation in Gruppen konzipiertes Telekommunikations-Tool, das einzigartige Möglichkeiten zur Arbeitsorganisation über virtuelle private Netze (VPNs) per Internet bietet. Mit diesem Tool lassen sich Meetings oder Schulungssitzungen auf höchst zeiteffiziente Weise organisieren. Reisezeiten, die im Verlauf eines Projekts anfallen, aber auch Vorlaufzeiten für bestimmte Aktivitäten können somit beträchtlich reduziert werden, wodurch die Gesamtproduktivität in Organisationen, Gruppen oder Projekten maßgeblich gesteigert werden kann.

Auf der technologischen Basis eines modernen Mehrteilnehmer-Videokonferenzbetriebs über das Internet schafft ISABEL ein komfortables Kooperationsumfeld, das leicht auch für individuelle Anwenderwünsche konfiguriert werden kann. Dabei können die bereitgestellten Dienste gezielt auf die spezifizierten Anforderungen einer vorgegebenen Anwendergruppe abgestimmt werden, so dass für die unterschiedlichsten Zwecke ein maßgeschneiderter Support realisiert werden kann. Typische Anwendungen sind Telemeetings, Teleklassen und Telekonferenzen sowie andere Dienste, die auf spezielle Anforderungen eines Kundenmeetings abgestimmt werden können.


Im Vergleich zur herkömmlichen Videokonferenz kann diese Softwaretechnologie aus einem PC ein fortschrittliches Konferenz-Terminal oder eine vollwertige MCU (Multipoint Control Unit) machen. Ein solches Terminal kann zum Starten einer Sitzung problemlos Verbindung mit anderen Terminals aufnehmen, was in Meetings unterschiedlichster Art eine effektive Kooperation zwischen vielen Teilnehmern ermöglicht. Solche Veranstaltungen könnten beispielsweise Firmen- und Projektmeetings, Schulungs- und Fernlehrgangssitzungen, Workshops oder Kongresse sein.

Über das Transport Control Protocol (TCP) - User Diagram Protocol (UDP)/IP unterstützt ISABEL etliche Netzwerktechnologien in unterschiedlicher Kombination, so z.B. LANs, ATM, ISDN, Frame Relay und Satellitenverbindungen. Nach zehn Jahren Entwicklungszeit wurde ISABEL jetzt erfolgreich in Verbindung mit IPv4 eingesetzt. So wurde in das Projekt LONG (Laboratories over Next Generation Networks) die auf IPv6 zu migrierende Anwendung übernommen. Außerdem wurde demonstriert, dass ISABEL als Echtzeitanwendung die fortschrittlichen technischen Eigenschaften von IPv6 nutzen kann, um neue Dienst zur Verfügung zu stellen, etwa die Verteilung von Informationen über öffentliche Veranstaltungen an Empfänger außerhalb der kooperierenden Organisationen, Gruppen oder Projekte.

Kontakt

QUEMADA, Juan

Universidad Politecnica de Madrid
Head of Project Unit
Avenida Ramiro de Maeztu 7
28040
Madrid
SPAIN
Tel: +34-91-3367331
Fax: +34-91-3367333
Email: jquemada@dit.upm.es

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.dit.upm.es
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=140682003-9-30&DOC=5&TBL=DE_OFFR&RCN=EN_RCN:1233&CALLER=OFFR_O_BUSI_DE

Weitere Berichte zu: Control Gruppen-Kommunikations-Tool IPv6 ISABEL Protocol

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie