Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trizax-Website zeigt dreidimensionale Fotos aus vielen Wissensbereichen

09.09.2003


Zu einem internationalen Forum für dreidimensionale medizinische und wissenschaftliche Fotos aus allen Fachbereichen ist die Trizax-Website angewachsen, die von der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Gottfried Naumann) unterhalten wird. Über die weltweit einzigartige Sammlung dreidimensionaler Bilder von Augenkrankheiten hinaus sind unter www.trizax.com neuerdings 3D-Aufnahmen aus mehreren Wissensbereichen zu sehen. Zu den "Stars", die Dr. Antonio Bergua, Initiator und Betreuer der Sammlung, vorzeigen kann, zählt ein Foto von der Marsoberfläche, das von der NASA beigesteuert wurde.


Blick auf die "Twin Peaks" auf dem Mars



Die neue Trizax-Internetseite bietet außerdem - als erstes internationales 3D-Journal der Augenheilkunde - interessierten Augenärzten die Möglichkeit, ihre klinischen 3D-Fotos einzureichen und zu veröffentlichen. Neben einmaligen Aufnahmen aus der Augenheilkunde hat Bergua - in Zusammenarbeit mit Dr. Sven Ackermann von der Frauenklinik der Universität - dreidimensionale Fotos aus der Gynäkologie über die Website zugänglich gemacht. Darüber hinaus sammelt der Augenarzt Stereobilder aus vielen Bereichen von Medizin, Wissenschaft und Technik. Um räumliche Bilder zu sehen, benötigt der Benutzer lediglich eine Rot-Grün-Brille oder - für optimale Qualität - eine Shutter-Brille, wie sie für viele Computerspiele benutzt wird.



"Augenkrankheiten manifestieren sich häufig in Veränderungen der feinen anatomischen Augenstrukturen, die nur wenige Millimeter betragen", erläutert Antonio Bergua den Hintergrund für seinen 3D-Engagement. "Sie lassen sich in der dreidimensionalen Abbildung leicht erkennen, quantifizieren und einordnen. Fachkollegen und Medizinstudenten können sich so ein realitätsnahes Bild von typischen Augenerkrankungen machen." Eine Schwellung des Sehnervenkopfes im Auge springe in der 3D-Darstellung förmlich aus dem Bildschirm heraus. Bei einer Aushöhlung im Sehnervenkopf eines Patienten mit grünem Star hingegen werde man gewissermaßen vom Sog des Bildes mit in die Tiefe gezogen.

Neben aktuellen gibt es auch eine Sammlung von historischen medizinischen Aufnahmen. Während diese Bilder Anfang des 19. Jahrhunderts nur mit einem simplen Stereoskop betrachtet werden konnten, können sie nun auf der Trizax-Web-seite beliebig vergrößert und verkleinert werden. "Mit der digitalen Technik können wir heute zum Beispiel die Gewebestruktur eines Handpräparates aus dem Jahr 1901 viel präziser betrachten, als es damals möglich war", sagt Dr. Bergua.

Vom Foto zum Film

Parallel zur Erweiterung seiner 3D-Foto-Atlanten arbeitet er an einem neuen online Projekt: "Trizax TV". Während derzeit für dreidimensionale Filmaufnahmen noch eine sehr komplexe und aufwändige technische Ausrüstung notwendig ist, will Bergua 3D-Lehrvideos mit einfacheren, herkömmlichen Mitteln drehen. Mit einer handelsüblichen Videokamera und einem speziell ausgetüftelten LCD-Aufsatz produziert er kurze stereoskopische Filmsequenzen, die über jeden Fernsehbildschirm oder Computermonitor dreidimensional zu betrachten sind. Erste Ergebnisse sind in Kürze auf der Web-Seite www.trizax.tv zu sehen.

Gertraud Pickel | idw
Weitere Informationen:
http://www.trizax.com
http://www.trizax.tv

Weitere Berichte zu: Augenheilkunde Sehnervenkopf Trizax-Website Wissensbereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise