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Priorisierung von Notrufen in Mobilfunknetzen

09.07.2003


Wer einen Notruf tätigt, will eines ganz bestimmt nicht hören: Ein Besetzt-Zeichen. Doch genau das passiert unweigerlich in Fällen wie z.B. Erdbeben oder anderen Naturkatastrophen, wenn die Flut der Anrufe einfach nicht mehr zu bewältigen ist. Zwei wesentliche Komponenten für die CAUTION-Plattform sind der Notruf-Server (Emergency Call Server, ECS) und der Prioritätsruf-Server (Priority Call Server, PCS). Damit steht den Online-Netzbetreibern eine Technik für ein gut abgestimmtes Ressourcenmanagement in solchen Krisenzeiten zur Verfügung.

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In den heutigen Telefonsystemen tritt bei Unfällen und Naturkatastrophen das prinzipielle Problem auf, dass die Zahl der Anrufer rapide zunimmt, wobei die Serversysteme jedoch nicht in der Lage sind, dieses gestiegene Verkehrsaufkommen als Indiz für eine Bedrohung der menschlichen Sicherheit zu identifizieren. Die hohe Verkehrsdichte und die zahllosen Anrufe der oftmals unter Schock stehenden und traumatisierten Personen vor Ort verschlimmern die Situation weiter durch mögliche Serverüberlastungen und -ausfälle.

Für eine erfolgreiche Alarmierung von Rettungsdiensten müssen Telefonserver daher während der gesamten Dauer der Notsituation funktionsfähig bleiben. Aus diesem Grund wurden die Prioritäts- und Notruf-Server als Bestandteil der automatisierten RMU (Resource Management Unit) entwickelt, die parallel mit dem ersten Echtzeit-Überwachungssystem - der ITMU (Interface Traffic Monitoring Unit) - arbeitet.


Im Falle möglicher Verkehrsüberlastungen kann es erforderlich werden, dass PCS und ECS den Strom der eingehenden Anrufe über eine Vorgriffsfunktion regulieren und die Abarbeitung von Warteschlangen für bestimmte Notrufe über dynamische Teilnehmer-Priorisierungssysteme steuern. Über eine bedienerfreundliche grafische Benutzerschnittstelle kann sich das Personal in den Notrufzentralen den wichtigsten Anrufern direkt zuwenden. Für den PCS können die Mitarbeiter festlegen, welchen Teilnehmern Priorität eingeräumt werden sollte und welche eingehenden Telefon-, SMS oder Datenmitteilungen gesperrt werden sollten, um die Überlastungssituation zu entschärfen.

Außer dieser Filterfunktion für eingehende Anrufe steht dem Vermittlungspersonal die Möglichkeit zur Verfügung, über den Cell Broadcast CHannel (CBCH) des ECS Notfallmeldungen zu versenden und die Teilnehmer so darüber zu informieren, welche Schwierigkeiten vorliegen und wie ihnen zu begegnen ist. Daneben kann das System an Teilnehmer, die keine Notrufe absetzen können, aber vielleicht in Gefahr sind, entsprechende Warnmeldungen übermitteln.

Diese Server sind auf der CAUTION-Plattform installiert und haben einen dominanten Status, so dass ihre von Hand ausgelösten Entscheidungen und Befehle Vorrang vor allen Aktivitäten der RMU und ITMU haben. Gegenwärtig werden auch die Möglichkeiten neuerer Technologien wie HSCSD, GPRS und EDGE sowie der bereits existierenden WAP-Technik darauf untersucht, ob sie sich für eine weitere Verbesserung des dynamischen Verhaltens dieser Server eignen. ECS und PCS können somit einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung von Notsituationen leisten. Sie optimieren die Netzleistung, erhöhen die Kundenzufriedenheit und steigern die Umsätze der Netzbetreiber, die CAUTION in ihren Systemen implementieren.

Kontakt:

Emmanuel Protonotarios
ICCS/NTUA
9, Heroon Polytechniou
15773 Athen, Griechenland
Tel: +30-210-7722558
Fax: +30-210-7722534
Email: protonot@cs.ntua.gr

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.ntua.gr

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