Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Man sieht sich - im virtuellen Raum

10.03.2003


Der Flachbildschirm mit einer Diagonalen von 150 Zentimetern ist nur ein Baustein, um Videokonferenzen so realistisch wie möglich zu gestalten
© Fraunhofer HHI


Mögen manche Sparten der Telekommunikation sehnsüchtig auf einen Silberstreif am Wirtschaftshorizont warten - die Prognosen für Videokonferenzsysteme sind gut: Lag die Umsatzzunahme auf dem europäischen Markt im vergangenen Jahr noch bei knapp fünfzehn Prozent, so nimmt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan an, dass sie bereits im Jahr 2004 zwanzig Prozent überschreiten wird. Dank ständig verbesserter Ton- und Bildqualität bei vereinfachter Bedienung, akzeptieren immer mehr Menschen, sich zu virtuellen Sitzungen zusammenzufinden. Die eigentliche Triebfeder sind eingesparte Reisezeiten und -kosten.

... mehr zu:
»MPEG-4

Umsonst sind natürlich auch Videokonferenzen nicht zu haben. Gebühren für eine breitbandige Übertragung der Daten schlagen dabei weniger zu Buche als Investitionen in die technische Ausstattung. Stets heißt die Frage: Wieviel Realismus ist bei einer gegebenen Datenrate möglich? Denn die Rate und Qualität, mit der Bilder übertragen werden, wirkt sich erheblich darauf aus, wie gut Bewegungen, Körpersprache, Blickkontakt und Mimik erscheinen. »Ein gutes Beispiel ist auch die Kameraperspektive«, ergänzt Peter Kauff vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik - Heinrich-Hertz-Institut HHI. »Ist sie falsch gewählt, entsteht ein Eindruck wie mit schielenden Menschen: Man weiß oft nicht, ob man gerade angesprochen wird oder nicht?«

Kauff und seine Gruppe »Immersive Media & 3D Video« räumen nicht nur solche Wahrnehmungsprobleme aus, sondern bearbeiten ebenso die elektronische Seite der Übertragung: Sie nutzen die Möglichkeiten von MPEG-4 optimal aus. Dieser junge, von der Moving Picture Experts Group zertifizierte Standard beschränkt sich nicht mehr wie seine Vorgänger darauf, den Strom der Audio- und Videodaten nur zu komprimieren. Sein wichtigstes Feature: Statt wie bisher lediglich rechteckige Bilder zu übertragen, erlaubt es MPEG-4, Szenen in beliebige »audiovisuelle Objekte« zu zerlegen und Metadaten wie deren dreidimensionale Form einzubetten. Dadurch lässt sich die virtuelle Konferenz realistisch komponieren und perspektivisch optimieren. Jederzeit können die Gesprächspartner multimediale Inhalte wie Charts, Filme oder dreidimensionale Präsentationen einblenden und steuern. Wer sich länger an der vordersten Front immersiver 3-D-Videokonferenzsysteme aufhalten möchte, hat dazu auf der CeBIT in Hannover Gelegenheit. Virtuell wie ganz real präsentieren die Wissenschaftler ihren Prototypen in Halle 11 am Stand A 24.


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Peter Kauff
Telefon 0 30 / 3 10 02-6 15
Fax 0 30 / 3 92 72 00

Dr. Oliver Schreer
Telefon 0 30 / 3 10 02-6 20

Dipl.-Ing. Ralf Tanger
Telefon 0 30 / 3 10 02-6 20

Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik - Heinrich-Hertz-Institut HHI
Einsteinufer 37
10587 Berlin

Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.hhi.fraunhofer.de/
http://www.ient.rwth-aachen.de/team/ohm/publi/funks599.pdf

Weitere Berichte zu: MPEG-4

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise