Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachrichtensendungen nach Maß

10.03.2003


Die modernen Möglichkeiten des Internets und die bewährten des Pantoffelkinos nähern sich zunehmend an. Mit Streaming-Technologien ist es möglich, TV-Programme über das Internet zu empfangen. Umgekehrt erlauben es Settop-Boxen, die zum Empfang von digitalem Fernsehen verbreitet sind, Internetanwendungen auf dem TV-Bildschirm anzuzeigen. Die Konvergenz der beiden Medien mündet ins interaktive, digitale Fernsehen. Statt dem Verbraucher jedoch nützliche Informationen zu bieten, können die www-fähigen Geräte noch mehr zur oft beklagten Informationsüberflutung beitragen. Allein in Deutschland gibt es derzeit bereits 283 private und öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten, die dem Zuschauer rund 700 Sendestunden pro Tag offerieren.


Auch im interaktiven Fernsehen werden »Blondinen bevorzugt«: Der Marilyn-Avatar liest mit passender und weitgehend natürlicher Mimik hier Nachrichten von wichtigen Börsenplätzen vor.
© Fraunhofer IMK



Ein Lotse durch diesen Wald aus Informationen ist die interaktive Moderatorin Marilyn des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation IMK. Der Multimodal Avatar Responsive Live Newscaster ist eine neuartige Anwendung für das interaktive Fernsehen. Die plastisch wirkende Moderatorin liest dem Zuschauer Informationen vor, die er über die Fernbedienung auswählt. Mit einem Tastendruck wird er von der virtuellen TV-Moderatorin so beispielsweise über aktuelle Börsennachrichten informiert. »Der Mehrwert für den Nutzer liegt dabei nicht nur in der personalisierten Auswahl von Informationen«, erläutert die Wissenschaftlerin Dr. Sepideh Chakaveh. »Das System bietet vielmehr eine unterhaltsame Darstellung der gewünschten Inhalte in mehreren Sprachen.« Vergleichbar mit dem Abonnement eines Newsletters im Internet soll der Verbraucher bald in die Lage versetzt werden, sich seine individuelle Nachrichtensendung inklusive Moderation vorab über die Fernbedienung zusammenzustellen.



»Das Herzstück von Marilyn ist das Modul 3-D-Facial Avatar, das mithilfe von Java, XML, der institutseigenen Programmiersprache M3D und dem Multimedia-Standard MPEG-4 implementiert wurde«, erklärt Chakaveh. »Mit dieser Programmierung erreichen wir eine sehr natürliche Aussprache und menschlich wirkende Mimik beim Sprechen.« Der Avatar, der in dieser Anwendung die Schauspielerin Marilyn Monroe verkörpert, kann mit jedem beliebigen Gesicht ausgestattet werden. Das System, das sich noch in der Versuchsphase befindet, wird auf der CeBIT in Halle 11 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Besucher haben dort die Möglichkeit, sich von Marilyn selbst ein Bild zu machen und ihre Benutzerfreundlichkeit zu testen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Sepideh Chakaveh
Telefon 0 22 41 / 14-26 08
Fax 0 22 41 / 14-24 49

Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation IMK
Schloss Birlinghoven
53754 St. Augustin

Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.imk.fraunhofer.de/sixcms/detail.php?template=&id=973
http://www.imk.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Avatar Fernbedienung Nachrichtensendung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Mehr Wissenschafts-Enthusiasten als Desinteressierte in der Schweiz
05.02.2018 | Universität Zürich

nachricht Zwischen Filterblasen, ungleicher Sichtbarkeit und Transnationalität
06.12.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics