Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologieberatung für mobile Büros

19.02.2003


Mobile Kommunikation macht’s möglich: Außendienstmitarbeiter oder vielreisende Manager sind heute nicht mehr abgeschnitten vom Informationsfluss ihres Unternehmens, sondern sie können - zumindest virtuell - ständig auf Tuchfühlung bleiben mit dem Firmensitz, mit Filialen, Kollegen und Kunden. Mittlerweile gibt es eine Fülle mobiler Endgeräte, Netzwerke und Software, die den Zugriff auf Unternehmensdaten von unterwegs erlauben. Wie Unternehmen die für ihren Zweck passenden Geräte und Systeme auswählen, zeigen Forscher vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO vom 12. bis 19. März auf der CeBIT am Fraunhofer-Stand in Halle 11, A 24.



Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Außendienstmitarbeiter, der ausgestattet mit Handy und Personal-Digital-Assistent oder TabletPC zum Kunden kommt. Damit das Verkaufsgespräch erfolgreich verläuft, müssen Sie nicht nur Produktkataloge bereit haben, sondern auch hochaktuelle Informationen, wie beispielsweise Lieferfristen abrufen. Sie wollen vielleicht auch nachfragen, wie viel Rabatt Sie gewähren können und selbstverständlich am Ende on-line bestellen. Auf der CeBIT können Besucher ausprobieren, welche Geräte und Anwendungen ihren Praxisanforderungen genügen, welche Möglichkeiten die verschiedenen Technologien bieten und wo ihre Grenzen liegen. Am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft liegen Handys, Personal-Digital-Assistents - kurz PDAs - und TabletPCs bereit, um beispielsweise den Zugriff auf Outlook per WAP oder die Synchronisation eines PDA über drahtlose Netze wie W-Lan oder Bluetooth zu testen.



"Unser Ziel ist es, die vielfältigen technischen Möglichkeiten aufzuzeigen", erklärt Dr. Wolf Engelbach vom IAO. "Dutzende von Herstellern bieten Unternehmenssoftware und Kommunikationstechnologien für Manager, Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter. Der Anwender ertrinkt in Möglichkeiten, findet jedoch nur schwer die für seine Bedürfnisse ideale Lösung." Zusammen mit seinen Kollegen berät der Fraunhofer-Ingenieur Unternehmen bei der Systemauswahl. Um im Einzelfall die optimale Lösung zu finden, analysieren die Forscher zunächst die Anforderungen: Wer arbeitet mit den mobilen Geräten? Haben die Mitarbeiter untereinander oder nur mit der Zentrale Kontakt? Sind sie häufiger auf dem Land oder in der Stadt unterwegs? Werden Bilder verschickt oder nur kurze E-Mails? Die Antworten werden in einem Prozessmodell zusammengefasst, das sowohl die Abläufe als auch die Aufenthaltsorte der Akteure kombiniert darstellt.

"Die Modellierung veranschaulicht die grundlegenden Bedürfnisse des Kunden. Erst wenn wir die kennen, können wir Lösungen anbieten", sagt Engelbach. Bei der Auswahl der Geräte sind die Anwendungen das wichtigste Kriterium: Zum Verfassen von Texten beispielsweise braucht der Nutzer eine leicht bedienbare Tastatur, zum Abrufen von Bildern hingegen ein Display mit hoher Auflösung. Entscheidend für die Auswahl einer Kommunikationstechnik ist das Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter bewegen: An Flughäfen und Bahnhöfen erlaubt W-Lan die drahtlose Übertragung großer Datenmengen. Auf dem Land ist es hingegen sinnvoll, ein Mobilfunknetz mit hoher Abdeckung zu nutzen. Müssen nur Geräte in nächster Umgebung angesteuert werden, ist die Bluetooth-Technologie gut geeignet. "Erst wenn alle Technologien optimal ineinander greifen kann ein System erfolgreich eingeführt werden", resümiert der Fraunhofer-Ingenieur.

Beratung brauchen Unternehmen zunehmend auch bei der Entscheidung für ein Customer-Relationship-Management-System, kurz CRM. Mittlerweile bieten einige Hersteller die Software zur Verwaltung der Kundendaten und -kontakte auch für mobile Endgeräte an. In einer Studie untersuchen die Fraunhofer-Forscher vom IAO derzeit die unterschiedlichen Systeme. "Jedes hat seine Stärken und Schwächen", weiß Engelbach. "Die müssen wir kennen, um Kunden bei der Einfügung von mobilen CRM-Systemen optimal beraten zu können."
Übrigens: m-Lab, das Demonstrationszentrum für mobile Unternehmenssoftware, gibt es auch im Internet.

Ansprechpartner:
Dr. Wolf Engelbach
Telefon: 07 11 / 9 70 - 21 28

Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Nobelstr.12
70569 Stuttgart


Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.m-lab.iao.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/presseinfo
http://www.cebit2003.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Außendienstmitarbeiter IAO TabletPC Technologieberatung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Soundbar reduziert Höranstrengung
25.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie