Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Filter für die Datenflut

04.08.2000


Dank der größeren Bandbreite des zukünftigen Mobilfunk-Standards UMTS lassen sich Text-, Audio- und Videodaten gleichzeitig übertragen. Damit die Datenflut durch UMTS den Nutzer nicht erdrückt, müssen intelligente und aktive Internet-Dienste entwickelt werden.

Am 31. Juli begann die Versteigerung der Lizenzen für den nächsten Mobilfunk-Standard UMTS - Universal Mobile Telecommunications Standard. Dank dieser Technik sollen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2 MB pro Sekunde möglich sein. Damit lassen sich selbst Videokonferenzen oder Tele-Learning über mobile Endgeräte abwickeln. »Die Datenautobahn wird durch UMTS noch breiter und kann erstmals in hoher Qualität für mobile multimediale Dienste genutzt werden«, kommentiert Carsten Lienemann aus dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund. »Um gleichzeitig die Datenflut intelligent zu nutzen, müssen die Informationen nach den Wünschen und Bedürfnissen jedes Nutzers gefiltert werden.« Am Kompetenzzentrum Informationslogistik des ISST werden die Grundlagen derartiger informationslogistischer Technologien für die übernächste Generation des Internets, das »intelligent Internet 3« entwickelt.

Die heutigen Mobilfunk-Geräte basieren auf dem Global System for Mobile Communication GSM, das sich in mehr als 120 Ländern zu einem Standard entwickelt hat. Mit diesen Handys kann der Benutzer telefonieren und einfache Dienste wie SMS oder Telefax nutzen. Die Möglichkeiten von UMTS reichen wesentlich weiter. Dank der enormen Übertragungsgeschwindigkeit lassen sich gleichzeitig Text-, Audio- und Videodaten ohne Verluste übertragen. »UMTS ist eine wichtige technologische Plattform für neue und attraktive Dienste«, fasst Carsten Lienemann zusammen. Aus den Informationsmengen, die heute schon im Internet kursieren, die relevanten Informationen herauszufiltern, ist für den Nutzer oft eine frustrierende Arbeit. Die Herausforderung besteht zukünftig vor allem darin, einen intelligenten Umgang mit der stetig wachsenden Datenflut zu finden. Informationslogistik ist die Schlüsseltechnologie für diese Aufgabe. Die ISST-Forscher entwickeln Technologien, die diese Filterarbeit übernehmen und dafür sorgen, dass nur die benötigten Informationen zum gewünschten Zeitpunkt und am aktuellen Standort parat sind.

Ansprechpartnerin:
Ines Jansky

... mehr zu:
»Datenflut »Telefax »UMTS

Telefon: 0 30/2 43 06-2 00
Telefax: 0 30/2 43 06-1 99
E-Mail: ines.jansky@isst.fhg.de

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST


Mollstraße 1
10178 Berlin
Pressekontakt:
Ines Jansky
Telefon: 0 30/2 43 06-2 00
Telefax: 0 30/2 43 06-1 99
E-Mail: ines.jansky@isst.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch | idw

Weitere Berichte zu: Datenflut Telefax UMTS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften