Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Multimediasuche im Netz

12.12.2002


Neue Technologien ermöglichen eine immer schnellere Übertragung von multimedialen Daten über das Internet. Nicht zuletzt dadurch hat sich das weltumspannende Netz auch zum größten existierenden Bildarchiv entwickelt. Der Anwender kann aus einer enormen Menge an digitalen Bild-, Video- und Audiodaten auswählen. Anders als bei der Suche nach Textdokumenten fehlt es ihm allerdings noch immer an geeigneten Werkzeugen, die aufkommende, multimediale Datenflut schnell und effektiv zu durchsuchen. Denn die heute im Internet vorhandenen Bildsuchmaschinen setzen entweder eine manuell erstellte, textbasierte Beschreibung der Bilder voraus oder nutzen den Text des zum Bild gehörigen Dokumentes zur Gewinnung von Zusatzinformationen.



Hier drängt sich die Frage auf, warum die Suche nach multimedialen Daten nur über Textanfragen möglich sein sollte. Gibt es beispielsweise Methoden nach einem Bild zu suchen, wenn nur die Skizze eines Objektes zur Verfügung steht? Wie lässt sich nach einem bestimmten Lied suchen, wenn statt des Titel oder des Interpreten nur die Melodie des Refrains bekannt ist? Der Forschungsbereich "Multimedia Information Retrieval" bietet hierfür die geeigneten Lösungsansätze. Im Fokus steht die Analyse und Indizierung von multimedialen Daten sowie die Entwicklung von geeigneten Werkzeugen zur effizienten Suche. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt entwickeln im Rahmen verschiedener Projekte moderne Verfahren, die es dem Anwender in einigen Jahren erlauben, genauso einfach und schnell nach multimedialen Daten zu suchen, wie er es heute schon von Textsuchmaschinen gewohnt ist. Die Retrieval-Technologie kann aber nicht nur für das Internet genutzt werden, sondern lässt sich auch in vielen anderen Bereichen anwenden, wie z.B. personalisiertes Fernsehen, rechnerunterstützte Redaktionssysteme, digitale Multimediaarchive oder auch personalisierte Newsfeeds.



Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die technische Umsetzung der innovativen Verfahren sind Thema des
Workshop "Multimedia Information Retrieval in Business Applications",

Zeit: 30. und 31. Januar 2003,
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
IGD, Fraunhoferstr. 5, 64283 Darmstadt

Die vom IST-(Information Society Technology)Programm der europäischen Union geförderte Veranstaltung hat das Ziel, sowohl Forscher und Entwickler aus industriellem und wissenschaftlichem Umfeld als auch Anwender von Retrieval Systemen in einen Dialog treten zu lassen. Der Workshop dient dabei nicht nur als Präsentations-Forum für aktuelle Entwicklungen und Anwendungen auf diesem Gebiet. Vielmehr wird das Ziel verfolgt, Anforderungen und Herausforderungen an zukünftige Retrieval Systeme herauszuarbeiten. Auf diese Weise lassen sich die heutigen und zukünftigen Forschungsprojekte auf die tatsächlichen Erfordernisse anpassen.

An zwei Tagen finden jeweils drei Vortragsreihen statt. Am ersten Tag liegt der Schwerpunkt im Bereich Forschung (digitale Bilder, Video, Audio). Der Einsatz kommerzieller Retrieval-Systeme sowie die technologischen Anforderungen aus Anwendersicht stehen am zweiten Tag im Blickpunkt.

Das IGD hat für den Workshop eine Reihe international bekannter Experten aus Forschung und Industrie eingeladen, u.a. Professor Dr. Ramesh Jain, einer der Pioniere auf dem Gebiet der multimedialen Informationssysteme. Ramesh Jain, war Professor für Informatik an der University of California in San Diego, USA, wo er die Fachbereiche "Artificial Intelligence" und "Visual Computing" gründete. Er hat bis heute mehr als 300 Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Informatik, ist Autor verschiedener Fachbücher und gründender Chefredakteur des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) Multimedia Magazins. Neben weiteren internationalen Vertretern aus dem Bereich Forschung sowie aus der Wirtschaft werden auch Experten aus den Bereichen Fernsehen (BBC, London, RTL, Köln), Werbung (Ogilvy & Mather, Frankfurt) und Multimedia-Datenbanken (Getty Images, London) ihre Erfahrungen mit der Technologie mitteilen.

Als Pressevertreter nehmen Sie kostenlos an dieser Veranstaltung teil. Bitte melden Sie sich hierfür vorab mit dem beiliegenden Antwortfax, per E-Mail Bernad.Lukacin@igd.fraunhofer.de oder per Telefon (06151/155-146)an.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/igd-a7/mir2003

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht mce mediacomeurope schließt Kooperationsvertrag mit Anixe TV
13.04.2018 | mce mediacomeurope GmbH

nachricht Gebärdensprache neu gedacht
14.03.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics