Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der "Sciencetunnel" erreicht Manchester

15.11.2002


Das Museum for Science and Industry in Manchester ist in der früheren "Liverpool Road Station", dem ältesten Bahnhof der Welt, untergebracht


Blick auf das Areal des "Museums for Science and Industry" in Manchester aus der Vogelperspektive


Nach einjährigem "Gastspiel" in China ist die Multimedia-Ausstellung der Max-Planck-Gesellschaft wieder in Europa zu sehen

... mehr zu:
»Industry »Manchester »Science »Universum

Im "Museum of Science and Industry" in Manchester wird am 17. November 2002 die inzwischen auch international bekannte Ausstellung der Max-Planck-Gesellschaft eröffnet. Nach "Star Trek - die Ausstellung" erlebt Manchester nun mit dem "Sciencetunnel" in der früheren "Liverpool Road Station", dem ältesten Bahnhof der Welt, eine andere Art von Sciencefiction. In einer Art "Zoom" bieten sich den Besuchern - multimedial - neueste Einblicke in den Mikro- und Makrokosmos. Der Weg verläuft über zwölf Stationen von den kleinsten Bausteinen unserer Welt bis hin zu den größten Strukturen im Universum. Mehr als 2 Millionen Menschen haben den "Sciencetunnel" auf der EXPO 2000 sowie in Peking und Shanghai bereits besucht. In Manchester ist die Ausstellung noch bis 26. Januar 2003 zu sehen. Anschliessend geht sie nach Hongkong und Singapur.

Der "Sciencetunnel" ist in Manchester eine von vielen Sonderausstellungen, die das "Museum for Science and Industry" in Manchester regelmäßig beherbergt. Dafür stehen in seinem Hauptgebäude mehr als 800 Quadratmeter zur Verfügung. In diesem Jahr konnten die Besucher bereits die Ausstellung "Star Trek: Federation Science" besichtigen. Jetzt bietet sich ihnen mit dem "Sciencetunnel" eine andere Vision, wie Wissenschaft und Forschung unser künftiges Leben - im Kleinen wie im Großen - beeinflussen werden. Im "Sciencetunnel" stellen sich den Besuchern auf ihrem Weg von der Mikro- in die Makrowelt insgesamt zwölf Grundfragen. Diese sind so alt wie die Menschheit, und wahrscheinlich wird man auch in Hunderten von Jahren immer wieder nur eine Teilantwort darauf gefunden haben.


Seit jeher stellen wir uns Fragen, wie: Was hält die Welt im Innersten zusammen? Wie schaffen wir neue Materialien? Was passiert in komplexen Systemen? Wie funktioniert Leben? Nach welchen Plänen sind Organismen gebaut? Wie entwickeln sich Ökosysteme? Wie arbeitet das Gehirn? Wie kommt die Welt in unseren Kopf? Wie entsteht Kultur? Was macht Leben auf der Erde möglich? Was wird aus unserem Sonnensystem? Wo ist unser Platz im Universum? Der "Sciencetunnel" vermittelt mit zahlreichen Großprojektionen und Hunderten von Einzelaufnahmen zeigen in beeindruckender Weise faszinierende Einblicke in zumeist noch unbekannte Welten der Atome, des Lebens, der Planeten und des Universums.

Bob Scott, Direktor des Science Museums in Manchester, sagte zur Eröffnung: "Der Sciencetunnel ist für uns eine spektakuläre Attraktion, die gleichzeitig begeistert und provoziert. Video-Projektionen und "Science Sound" ermöglichen ein einmaliges Lern-Experiment. Dieses wird zu etwas ganz Besonderem, weil es jedermann ermöglicht, Bilder aus jenen Welten zu sehen, die normalerweise nur für die Augen von Spitzenwissenschaftlern reserviert sind."

Dr. Andreas Trepte, Projektleiter des "Sciencetunnel", definiert das Ziel der Ausstellung so: "Der Sciencetunnel ist mehr als ein einmaliges "Schaufenster". Vielmehr soll diese Multimedia-Ausstellung der breiten Öffentlichkeit, vor allem aber Schüler und Studenten, in wahrsten Sinne des Wortes ein Gefühl davon vermitteln, in welche unbekannten Dimensionen Wissenschaftler heute vorstoßen und was sie dort entdecken."

Das "Museum for Science and Industry" in Manchester ist ein relativ junges Museum - es entstand erst Mitte der 1960er Jahre auf Initiative der beiden dort ansässigen Universitäten sowie des damaligen Manchester City Council. Die Entscheidung von British Rail, "The Liverpool Road Station", den ältesten Bahnhof der Welt, zu schließen, bot dann dem Museum 1975 die einmalige Gelegenheit, sein endgültiges Domizil zu finden. Südwestlich des Stadtzentrums gelegen, bietet das Areal - inmitten eines historischen Ambientes - ausreichend Raum für unterschiedlichste Ausstellungen. 1983 öffnete das Museum erstmals seine Pforten. 1985 übernahm es das gegenüber liegende, in einer alten Markthalle untergebrachte "Air and Space Museum". Dank erfolgreicher Einwerbung öffentlicher und privater Mittel ist das Museum seither immer größer geworden - schrittweise kamen weitere Ausstellungshallen und öffentliche Einrichtungen hinzu.

In den Ausstellungen des Museums kann man heute vom Pleistozän bis ins Maschinen-Zeitalter reisen - und dabei immer wieder den Geruch der industriellen Revolution schnuppern. Auf mehr als 28.000 Quadratmetern, verteilt auf eine Reihe von historischen Gebäuden, gibt es verschiedenste thematische Einzelausstellungen über Dampfmaschinen, Raumfahrt, Baumwolle, Gas, Wasser, Elektrizität, Computer, Photographie und Geschichte, aber auch die "Xperiment Gallery", ein eigenes interaktives Sciencecentre, in dem sich auch eine arbeitsfähige Rekonstruktion von "Baby", dem weltweit ersten Computer befindet, der 1948 an der Manchester University entwickelt wurde.

Beispielsweise zeigen die "Electricity and Gas Galleries", wie Energie das Leben der Menschen verändert hat. "Fibres, Fabrics and Fashion" wiederum geben einen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart von Manchesters Textilindustrie und wie die Baumwolle im 19. Jahrhundert aus Manchester eine der mächtigsten Städte der Welt gemacht hat. Eine besonders sehenswerte Attraktion ist die "Power Hall" mit der weltweit größten Sammlung an funktionstüchtigen Dampfmaschinen, die sich jeden Nachmittag zischend und fauchend in Betrieb setzen und mit ihrem Geruch nach heißem Öl allein schon eine Reise wert sind. Und gegenüber vom Eingang des Museums befindet sich in einer alten Markthalle die "Air and Space Gallery". Im Innern gibt es Flugzeuge in großer Zahl, darunter auch eine "Spitfire" sowie einen japanischen "Kamikaze"-Flieger.

Die Besucherzahl des Museums ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und hat 1998/99 mit 350.000 ein vorläufiges Maximum erreicht. Seit Dezember 2001 ist der Eintritt frei, so dass das Museum für 2002 mit etwa 450.000 Besuchern rechnet.

Das "Museum for Science and Industry" in Manchester ist jeden Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet - außer am 24., 25. und 26. Dezember.

Dr. Andreas Trepte
Projektleiter "Sciencetunnel"
Max-Planck-Gesellschaft
Tel.: 0 89 / 21 08 - 12 38
Fax: 0 89 / 21 08 - 12 07
E-Mail: trepte@mpg-gv.mpg.de

Dr. Andreas Trepte | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.sciencetunnel.com
http://www.msim.org.uk

Weitere Berichte zu: Industry Manchester Science Universum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie