Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chancen der Internationalisierung von deutschen Weiterbildungsanbietern wenig genutzt

08.10.2002


Im internationalen Weiterbildungsmarkt sind die USA und Großbritannien führend, während deutsche Anbieter kaum international aktiv sind



Das VDI-Technologiezentrum veröffentlicht eine Studie, die deutschen Weiterbildungsanbietern eine bessere Entscheidungsgrundlage bieten soll, auf welchen Wegen, in welchen Regionen, mit welchen Schwerpunkten aussichtsreiche Markterschließungen zur Internationalisierung beruflicher Weiterbildung für Ingenieure gelingen können.



Deutsche Anbieter von Weiterbildung sind gefordert, im Ausland verstärkt Angebote zu vermarkten, um internationale Chancen besser zu nutzen. Bislang sind allerdings nur 16% der deutschen Weiterbildungsanbieter international aktiv, während ausländische Weiterbildungsanbieter verstärkt nach Deutschland drängen. Gefragt sind somit Strategie- und Handlungsoptionen für deutsche Weiterbildungsanbieter, um sich besser zu positionieren und im Ausland Marktanteile zu gewinnen. Dazu legt die Zukünftige Technologien Consulting des VDI-Technologiezentrums Düsseldorf jetzt eine Studie "Internationalisierung beruflicher Weiterbildung für Ingenieure" vor. Ziel der Studie ist es, aussichtsreiche Märkte im Ausland für deutsche Weiterbildungsanbieter zu sondieren.

Die Studie analysiert folgende Zielländer: USA, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden und Spanien. Zielgruppen sind technische Fach- und Führungskräfte. Als mögliche Produkte und Dienstleistungen stehen Veranstaltungen mit relativ kurzer Laufzeit im Vordergrund, die für eine Internationalisierung von besonderem Interesse sind. Dazu wurden u. a. Bestandsaufnahmen ingenieurspezifische Weiterbildungsaktivitäten im Ausland durchgeführt, deren Rahmenbedingungen analysiert, der national jeweils spezifische Weiterbildungsbedarf ausgelotet und einschlägige Weiterbildungseinrichtungen der jeweiligen Länder nach einheitlichen Kriterien verglichen.

Anhand von best-practise-Beispielen werden Internationalisierungsstrategien wie die Begleitung deutscher Firmenkunden ins Ausland, die Gründung eigener Filialen im Ausland, die Übernahme ausländischer Weiterbildungsinstitutionen oder die Internationalisierung mit Hilfe von Kooperationspartnern im Auslandsgeschäft vertiefend dargestellt. Die aufbereiteten Analysen und Ergebnisse liegen nun als verdichtete Handlungsoptionen vor, um Interessierten eine bessere Entscheidungsgrundlage zu bieten, auf welchen Wegen, in welchen Regionen, mit welchen Schwerpunkten aussichtsreiche Markterschließungen zur Internationalisierung beruflicher Weiterbildung für Ingenieure gelingen können.

Am stärksten international aktiv sind Weiterbildungsakteure aus den USA und Großbritannien, die z. T. über ein weltweites Netz eigener Filialen verfügen. Dies gilt speziell für Einrichtungen, die auf Management-Themen ausgerichtet sind. Auch in der internationalen Vermarktung multimedialer Weiterbildungsangebote für Ingenieure in Form von Internet-, Video- und CD-ROM-Kursen sind Institutionen aus den USA und Großbritannien führend. Die Analyse erfolgreicher Internationalisierungsstrategien deutscher Weiterbildungsanbieter zeigt, dass der erste Schritt zur Internationalisierung häufig durch Weiterbildungsangebote für deutsche Firmenkunden im Ausland erfolgte. Auch die internationalen Zweigstellen eines Verbandes können als Basis für eine Internationalisierung im Weiterbildungsbereich dienen, wie das Beispiel der TÜV-Akademie Rheinland Berlin-Brandenburg zeigt, die mittlerweile in über zehn Ländern in Süd- und Osteuropa, Asien und Amerika offene Seminare, Lehrgänge und Inhouse-Trainings durchführt.

Weitere Informationen und kostenlose Bestellung:
VDI-Technologiezentrum, Zukünftige Technologien Consulting
Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf
Tel. 02 11 / 62 14-613, Fax: 02 11 / 62 14-484
E-mail: braun_d@vdi.de


Andreas Hoffknecht | idw
Weitere Informationen:
http://www.zt-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie