Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge Männer lieben Online-Shopping

04.06.2008
E-Commerce hat erheblich an Akzeptanz gewonnen

Für junge, gebildete Männer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ist Online-Shopping heute so selbstverständlich wie der Gang zum Supermarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Universität Hohenheim, die Internetnutzung und Akzeptanz von E-Commerce bei deutschen Bundesbürgern unter die Lupe genommen hat.

Demnach ist für viele Deutsche das Online-Surfen längst fester Bestandteil ihres Alltags. So nutzen laut der Analyse 40,23 Mio. Deutsche regelmäßig das Internet, 33 Mio. davon beziehen auch Waren oder Dienstleistungen über das Web. Beliebteste Produkte sind dabei vor allem Bücher, CDs und DVDs sowie Online-Dienste für Eintrittskarten und Hotelreservierungen.

"E-Commerce hat in der Bevölkerung erheblich an Akzeptanz gewonnen", erklärt Michael Schenk, Professor für Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung der Universität Hohenheim, im Gespräch mit pressetext. Bereits seit dem Jahr 2000 bereitet er mit seinem Forschungsteam jährlich aktuelle Daten zur Internetnutzung in Deutschland auf. "Die Entwicklung in diesem Bereich hat über die letzten paar Jahre hinweg deutlich angezogen", ergänzt Schenk.

... mehr zu:
»E-Commerce »Online-Shopping

So gab es etwa 1998 erst 600.000 Deutsche, die im Internet Waren oder Dienstleistungen kaufen. Die aktuellsten Zahlen aus dem vierten Quartal des vergangenen Jahres weisen in dieser Hinsicht aber bereits über 33 Mio. aus. "Viele User kaufen zwar nach wie vor im Laden, nutzen das Web jedoch, um sich Informationen und Vergleichsangebote zu beschaffen", stellt Schenk fest. Bei dieser Gruppe handle es sich laut dem Experten um die potenziellen Online-Shopper von morgen.

Dennoch werde das Online-Shopping nicht von allen Bürgern gleichermaßen genutzt. Wie die aktuelle Untersuchung bestätigt, hält die digitale Spaltung innerhalb der Gesellschaft vielmehr auch weiterhin an. "Gingen wir vor ein paar Jahren noch davon aus, dass der Trend in Kürze alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen erfasst, stellen wir auch im Jahr 2007 fest, dass junge Männer zwischen 20 und 29 Jahren mit gehobenem Bildungsniveau weit häufiger von den Verkaufsangeboten im Netz Gebrauch machen als andere", erläutert Schenk.

Ob und wann die digitale Spaltung der Bevölkerung abnimmt, sei heute nicht genau zu prognostizieren. "Es scheint sich jedoch herauszukristallisieren, dass die zur Zeit noch vorhandenen Unterschiede weiter abflachen, nicht zuletzt auch als Reaktion auf umfangreiche Förderprogramme von Bund und Ländern", meint Schenk.

Für die meisten Deutschen noch sehr exotisch sind den Untersuchungsergebnissen zufolge jedoch die neuen Möglichkeiten des Web 2.0. So werden öffentliche Internet-Tagebücher, die so genannten Blogs, oder Podcasts bisher fast ausschließlich in den jungen und modernen Milieus genutzt.

"Das Web 2.0 wird meiner Meinung nach übertrieben dargestellt. Mit User Generated Content wie Fotos, Videos und Musikdateien beschäftigen sich vorwiegend Nutzer in modern orientierten Milieus", so Schenk abschließend.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de

Weitere Berichte zu: E-Commerce Online-Shopping

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise