Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TMT 2008: Märkte in Bewegung

24.01.2008
Deloitte-Ausblick auf die Perspektiven der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranchen (TMT) zeigt aktuelle Trends für das laufende Jahr

Der Schutz digitaler Werte wird immer wichtiger, das traditionelle Fernsehen ist noch lange nicht tot, die Medien profitieren von einer steigenden Konvergenz, Telekommunikationsunternehmen aus Wachstumsmärkten sehen sich verstärkt nach Übernahmekandidaten in den Industrieländern um:

Das sind einige Ergebnisse der weltweiten Deloitte "TMT Predictions" für das Jahr 2008. Darüber hinaus stehen Themen wie die Zukunft der Online-Werbung, der Schutz der Privatsphäre von Verbrauchern, die zunehmende Bedeutung von Internet-Content als Textquelle für Verlagsprodukte sowie der Einfluss der Bankenkrise auf die Telekommunikationsbranche im Mittelpunkt.

"Kaum eine Branche ist heute international so vernetzt und aufgestellt wie der TMT-Sektor", erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT bei Deloitte: "Globale Trends sind für nahezu jede Region relevant, wo Hochtechnologie und moderne Telekommunikation eine zentrale Rolle spielen - ganz gleich, ob in den USA, Europa oder den Wachstumsmärkten Asiens. Insofern wird dies auch die deutsche Agenda der nächsten zwölf Monate entscheidend mitbestimmen."

Technologie: Schutz und sensibler Umgang mit Daten wird immer wichtiger Im Technologiesektor steht vor allem der Schutz der Daten von Online-Nutzern vor Viren-, Spionage- und Betrugsattacken im Zentrum. Zukünftig werden sich daher die Schutzmaßnahmen von PC oder Notebook auch auf Mobiltelefone oder MP3-Player ausdehnen. Ein weiteres wichtiges Thema 2008 sind die Nutzerdaten: Die Anbieterbemühungen, für Werbeaktivitäten an detaillierte Verbraucherdaten zu gelangen, stoßen bei den Betroffenen auf wachsenden Widerstand. Um sich hierfür Akzeptanz zu sichern, müssen die Maßnahmen den Zielgruppenerwartungen weitgehend entsprechen. Das bedeutet: Anbieter müssen einen erhöhten Aufwand in Kauf nehmen, um Ablehnung oder sogar rechtliche Probleme zu vermeiden.

Überdies sieht sich die Technologie-Branche in bestimmten Bereichen mit Nachwuchsproblemen konfrontiert: Beispielsweise erlebt der Großrechner derzeit eine Renaissance - was jedoch nicht für das entsprechende Personal gilt. Hier werden die Unternehmen künftig verstärkt Ausbildungsangebote zur Verfügung stellen müssen.

Medien: zunehmende Ergänzung von Internet und "realer" Welt

Das Jahr 2008 bietet auch gute Perspektiven für das traditionelle Fernsehen. Dazu trägt unter anderem das Internet-TV bei: Statt das klassische Fernsehen abzulösen, stellt IPTV eine Ergänzung des herkömmlichen Angebots dar - und stärkt sogar das konventionelle TV. Insgesamt wird deutlich, dass beide Formate unterschiedliche Zielgruppen erreichen und somit eine dauerhafte Koexistenz eingehen können.

Wie im Technologie-Segment wird auch die Online-Werbung in der Medienbranche immer kritischer gesehen: Die Verbraucher wehren sich nicht nur zunehmend gegen störende Werbebanner, sondern vor allem auch gegen die Abfrage ihrer Nutzungsgewohnheiten. Online-Werber können diesem Trend nur entgegenwirken, indem sie den Verbrauchern im Gegenzug einen attraktiven Mehrwert bieten

Ausgesprochen erfolgreich etabliert sich derzeit das Internet als Textquelle. Bis vor Kurzem bestanden bei den Medien noch deutliche Berührungsängste, doch nun nutzen sie Web-Inhalte immer häufiger für ihre Zwecke - Verlage öffnen sich Schritt für Schritt für das World Wide Web und erschließen sich so neue Dialogmöglichkeiten mit ihren Lesern sowie in eigener Sache bei der Talentsuche.

"Die zunehmende Konvergenz von Medien und Technologie birgt ein erhebliches Produkt-, und Servicepotenzial wie das Beispiel von Apple mit der Verfügbarkeit von Blockbustervideos auf dem iPod zeigt", betont Klaus Böhm, Senior Manger im Bereich Media von Deloitte. "Auch werden weitere neue, innovative Unternehmen durch die Fusion von Technologie- und Medienkonzernen entstehen. Inwieweit deren Angebote aber erfolgreich sind, hängt vor allem von ihrer marktgerechten Konzeption ab."

Telekommunikation: Schreckgespenst Kreditkrise

Unternehmen aus den aufsteigenden Märkten suchen vermehrt nach Partnern oder auch Übernahmekandidaten aus den Industrieländern, um so ihre Marktposition auf- und auszubauen - die bisherigen Jäger könnten so zu Gejagten werden. Begünstigt wird dies durch die Finanzkrise der Industrieländer: Zahlreiche Unternehmen reagieren aktuell mit scharfen Kostensenkungsmaßnahmen und auch Konsolidierungsprozesse sind im Markt zu erwarten - zum Beispiel eben durch Aktivitäten aus den Wachstumsregionen.

Ein bislang wenig erschlossenes Wachstumssegment im Telco-Bereich sind Geräte und Services für die Zielgruppe 50 plus der Industrieländer. Gerade diese verfügen über ausreichende Mittel und haben Bedarf an geeigneten Angeboten. Weiteres Potenzial birgt der Machine-to-Machine (M2M)-Markt, da lediglich zwei Prozent der PCs, KFZs, Frachtcontainer etc. über SIM-Karten an die Mobilfunknetze angebunden sind.

Ein Risikomarkt in 2008 sind hingegen die immer komplexeren und multifunktionaleren mobilen Endgeräte: Zum Beispiel werden immer mehr Mobiltelefone mit GPS ausgestattet, der tatsächliche Nutzen ist jedoch schwer einzuschätzen. Endgerätehersteller und TK-Dienstleister können so in eine Kosten- und Komplexitätsfalle geraten.

"Das Jahr 2008 bietet insgesamt spannende Perspektiven für Unternehmen aus dem TMT-Sektor - insbesondere durch die fortschreitende Technologie- und Medienkonvergenz und die weitere Öffnung für Internetinhalte", resümiert Dr. Andreas Gentner.

Die ausführlichen Predictions finden Sie unter http://www.deloitte .com/dtt/research/0%2C1015%2Ccid%25253D187352%2C00.html zum Download.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 4.000 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit rund 150.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2008 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: Industrieland Mitgliedsunternehmen TMT Textquelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie