Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Beratungsserver für Essstörungen erfolgreich

11.11.2008
Das Internetangebot "ab-server.de" der Deutschen Forschungsinitiative Essstörungen e.V. und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig berät jährlich ca. 1.000 Betroffene bei Magersucht und Bulimie. Das breite Spektrum von Angeboten, das deutschlandweit und darüber hinaus einzigartig ist, führte zum großen Erfolg des Portals. Es feiert jetzt 10-jähriges Bestehen.

Seit 1998 gibt es ab-server.de, ein besonderes Angebot für Patienten mit Essstörungen.

Die Abkürzung "ab" steht dabei für die Anfangsbuchstaben der beiden wichtigsten Essstörungen: Anorexia nervosa (Magersucht) und Bulimia nervosa (Bulimie). Ein professionelles Team aus erfahrenen PsychotherapeutInnen berät Betroffene und deren Angehörige aber auch bei Binge Eating Disorder (Ess-Sucht)- online und kostenfrei.

"Die gesicherte Datenverbindungen sorgen für eine fachgerechte, aber gleichzeitig anonyme Hilfe, die vor allem als Erstkontakt genutzt wird" ,erklärt erläutert Privatdozent Dr. Martin Grunwald, einer der Projektbeteiligten. "Denn bevor sich Betroffene und Angehörige mit ihrer verheimlichten Erkrankung an ihren Arzt oder einen Psychologen wenden, müssen sie meist riesige Hemmschwellen überwinden." So nutzen durchschnittlich 1.000 Betroffene pro Jahr allein die anonymen Beratungen bei ab-server. Außerdem stehen weiter Angebote zur Verfügung: Fachtexte klären beispielsweise darüber auf , welchen Einfluss die Familie auf das eigene Essverhalten hat, warum sich Essstörungen entwickeln, welche Gesundheitsschäden aus Essstörungen resultieren können , ob Bulimie medikamentös behandelt werden kann.

Neben Adressdatenbanken finden sich auf dem ab-server.de 200 Foren und Chat-Rooms in denen täglich ca. 1.000 neue Beiträge geschrieben werden. "Damit die Qualität erhalten bleibt, prüfen Mitarbeiterinnen rund um die Uhr die neuesten Foreneinträge", so Dr. Martin Grunwald. "Sie bieten aber auch direkt Hilfe an, wenn Sie den Eindruck haben, dass der oder die Schreiber/in eine Erstberatung dringend benötigt - wenn beispielsweise besonders junge NutzerInnen der Foren glauben, Essstörungen könnten eine Art neuer toller Lebensstil sein, dem sie nacheifern wollen."

Dass der Beratungsserver über diese lange Zeitspanne bestehen konnte, ist auch eine Folge der permanenten internen und externen wissenschaftlichen Überwachung und Weiterentwicklung dieses Projektes. Zahlreiche Fachveröffentlichungen belegen das und haben den ab-server.de auch in wissenschaftlichen Kreisen bekannt gemacht. So ist er nicht nur als unabhängige und professionelle Hilfeinstitution bekannt, sondern auch als Orientierungsmodell für andere Internetprojekte im Bereich der Prävention von psychischen Störungen genutzt worden, beispielsweise für das Projekt der Online-Beratung bei Psychischen Störungen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland.

Die technische und personelle Aufwand für die hohen Sicherheitsstandards beim Datentransfer im Internet werden durch das Rechenzentrums der Universität und durch das Rechenzentrum des Klinikums der Universität Leipzig gemeinsam bereitgestellt. Das Projekt wird seit 2001 im Rahmen des Modellverbundes der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen gefördert, sowie vom Sächsischen Ministerium für Familie und Soziales, der AOK Sachsen und aktuell durch die Unabhängige Patientenberatung Deutschland.

Weitere Informationen:
PD Dr. Martin Grunwald
Telefon: 0341 97-24502
E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~pfi
Beratungsserver:
www.ab-server.de

Sandra Hasse | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/presse
http://www.ab-server.de
http://www.uni-leipzig.de/~pfi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht mce mediacomeurope schließt Kooperationsvertrag mit Anixe TV
13.04.2018 | mce mediacomeurope GmbH

nachricht Gebärdensprache neu gedacht
14.03.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics