Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Auslandseinsatz flexibel Lernen

14.08.2009
Fraunhofer ESK stellt ELEPHANT-Plattform für mobile Applikationen vor

Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK entwickelt mit ELEPHANT eine Plattform für mobile Assistenten, mit der Autoren ohne Programmierkenntnisse sehr einfach Lerneinheiten für mobile Endgeräte mit Unterstützung für Adobe Flash Lite aufbereiten können.

Die Entwickler der Fraunhofer ESK stellen ELEPHANT beim 6. Fernausbildungskongress der Bundeswehr vom 8.-10. September 2009 in Hamburg (Bundeswehr-Universität, Stand 27) vor. Dort zeigen Sie an einem Szenario, wie z. B. Angehörige der Streitkräfte im Auslandseinsatz mit situationsspezifischen Informationen versorgt werden können.

Die Plattform ELEPHANT (ELEments for Pervasive Handheld AssistaNTs) ist eine auf Web-Technologien basierende Toolbox, mit der Autoren Lernapplikationen im Standard-Web-Browser vollkommen ohne Programmierkenntnisse gestalten können, indem sie graphische Komponenten zu einem Ablauf verknüpfen. Die verschiedenen Situationen des Nutzers oder Geräts werden durch das Zuordnen von sogenannten Templates zu einer Komponente berücksichtigt.

Die Lernapplikation wählt dann unter Auswertung des Nutzer- und Geräte-Kontexts automatisch die passenden Templates aus und präsentiert sie dem Lernenden auf seinem mobilen Endgerät. Die individuellen Lerninhalte werden als Text, XML, Bild-, Audio- und Video-Dateien den einzelnen Templates zugeordnet. Das Umschalten zwischen verschiedenen Präsentationsarten kann durch manuelle Eingabe oder teilweise auch automatisch erfolgen, beispielsweise durch Einstecken eines Kopfhörers. Auch die Einbindung von GPS-Daten in die Informationswiedergabe ist möglich. Per Mausklick generiert die ELEPHANT-Plattform dann ein Paket, das die Inhalte automatisch für mobile Endgeräte aufbereitet.

Beim Kongress zeigen die Entwickler der Fraunhofer ESK an Hand des Anwendungsbeispiels Auslandseinsatz, wie eine fertige Applikation tatsächlich auf dem mobilen Endgerät aussehen kann und wie Soldaten und Soldatinnen die kontextsensitiven Fähigkeiten von ELEPHANT erleben:

Andere Länder, andere Sitten - Für einen reibungslosen Ablauf von Auslandseinsätzen ist der richtige Umgang mit der einheimischen Bevölkerung ein entscheidender Faktor. Dazu gehören unter anderem auch einige im Einsatzgebiet gebräuchliche Phrasen. Die bereits im Vorfeld des Einsatzes in einem Kurs zu erlernen ist nicht immer möglich und effektiv, da vieles bis zum tatsächlichen Gebrauch wieder in Vergessenheit gerät. Gezieltes Lernen auf dem Weg zum oder im Einsatz ist jedoch nur begrenzt möglich. Mobile Assistenten wie Handys bieten hier großes Potential. Mit ELEPHANT liefern die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK eine Lösung, die sowohl verschiedene Gerätekonfigurationen des lernenden Bundeswehrangehörigen im Einsatz berücksichtigt, wie auch dessen persönliche, manuell am mobilen Assistenten einstellbare Situation. So kann die Applikation durch manuelle Eingabe von einer Text- auf eine Audiopräsentation umschalten, so dass der Soldat weiterlernen kann, ohne seinen Blick auf das Display richten zu müssen.

Auf weitere Vorteile des mobilen Lernens mit ELEPHANT vor allem auch für Betriebe gehen die Wissenschaftler beim Workshop "Lernbegleitetes Arbeiten oder arbeitsbegleitendes Lernen?" (Workshop A4) am Mittwoch, den 09. September 2009, von 16:00 bis 18:00 Uhr ein.

Über die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK:
Die Fraunhofer ESK betreibt angewandte Forschung und gliedert sich in die Geschäftsfelder Enterprise & Carrier Communications, Automotive und Industrial Communications. Ihren Kunden - Unternehmen der Telekommunikationsbranche, Anwendern von Kommunikationslösungen und Automobilherstellern und Zulieferern - bietet sie F&E-Dienstleistungen basierend auf den Kompetenzfeldern Adaptive Communication Systems und Software Methodology.
Kontakt:
Christiane Weber
PR und Marketing
Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK
Hansastraße 32
80686 München
Telefon: +49 (0)89/54 70 88-339
Mobil: +49 (0)151/12160404
Telefax: +49 (0)89/54 70 88-220
E-Mail: christiane.weber@esk.fraunhofer.de

Christiane Weber | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht mce mediacomeurope schließt Kooperationsvertrag mit Anixe TV
13.04.2018 | mce mediacomeurope GmbH

nachricht Gebärdensprache neu gedacht
14.03.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics