Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Analysetools des Fraunhofer IDMT erleichtern Umgang mit audiovisuellen Inhalten

03.09.2012
A/V-Produktion, Videosuche und Archivorganisation
Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT aus Ilmenau stellt mit seiner »A/V Analyzing Toolbox« verschiedene Komponenten zur automatisierten Analyse von digitalem Audio- und Videomaterial bereit. Auf diese Weise werden Arbeitsprozesse im Rundfunk, Suchmöglichkeiten in digitalen Archiven oder das Management audiovisueller Inhalte deutlich erleichtert. Präsentiert wird die A/V Analyzing Toolbox vom 7. bis 11. September 2012 auf der IBC in Amsterdam.

Ist es möglich, in riesigen Rundfunkarchiven sicherzustellen, dass nur technisch einwandfreie Bild- und Tonaufnahmen gespeichert werden? Wie lassen sich umfangreiche Datenbanken bequem verwalten oder unkompliziert nach Filmausschnitten und Videoszenen mit bestimmten Inhalten durchsuchen? Die Analysemodule der A/V Analyzing Toolbox des Fraunhofer IDMT ermöglichen detaillierte Untersuchungen von digitalem Bild- und Tonmaterial und bieten neuartige Möglichkeiten bei der Produktion, Organisation und Überwachung von audiovisuellen Inhalten.

Mit Hilfe der Komponenten zur automatisierten Fehlererkennung werden Audio- und Videoinhalte analysiert und auf Störungen oder Qualitätsmängel überprüft. Dadurch können schon während des Produktionsprozesses Fehler in A/V-Material, wie beispielsweise Bildruckler, Schwarzbilder oder Blocking-Artefakte, erkannt und lokalisiert werden.
Filmproduzenten und Rundfunkschaffende profitieren von den Fraunhofer-Analyseverfahren durch die Optimierung ihrer Arbeitsabläufe: »Oftmals werden Fehler oder Qualitätsmängel in Ton- oder Bildaufnahmen nur durch manuelles, mühevolles Sichten viel zu spät im Produktionsprozess erkannt. Das kostet nicht nur Zeit, sondern lässt auch die Produktionskosten ansteigen. Unsere Module zur Fehlererkennung ermöglichen eine automatisierte und kontinuierliche Analyse des kompletten A/V-Materials während des gesamten Produktionsprozesses. So wird sichergestellt, dass nur fehlerfreies Audio- und Videomaterial in die weitere Produktion einfließt, veröffentlicht oder in Archiven gespeichert wird«, erklärt Dr. Uwe Kühhirt, Leiter der Gruppe Audiovisuelle Systeme am Fraunhofer IDMT. Die Softwarekomponenten zur Erkennung von Fehlern und Qualitätsproblemen sind nun als Bibliotheken zur Integration in Softwarelösungen verfügbar.

Auf der diesjährigen IBC präsentiert das Fraunhofer IDMT erstmalig den »Audio-visual File Checker«, ein eigenständiges Analysewerkzeug auf Basis der A/V Analyzing Toolbox, mit dem audiovisuelle Inhalte auf Qualitätsmängel hin überprüft werden können. Das Tool erlaubt Rundfunkanbietern oder A/V-Dienstleistern, die Datenüberprüfung an ihre Bedürfnisse anzupassen und detaillierte Einstellungen hinsichtlich des Analyseprozesses vorzunehmen. So können zu überprüfende Dateien oder Verzeichnisse sowie zu untersuchende Fehlerklassen ausgewählt oder ein Fehlerbericht angefordert werden. Der Audio-visual File Checker ist ab dem Frühjahr 2013 verfügbar.

Neben der Fehlererkennung stellt die A/V Analyzing Toolbox auch Module zur semantischen Videoanalyse zur Verfügung. Basierend auf inhaltlichen und strukturellen Eigenschaften des Videomaterials werden Shots und Szenen sowie charakteristische Keyframes erkannt. Es können Kamerabewegungen, wie Kamerafahrten, Schwenks oder Zooms sowie Bewegungen in Videos detektiert und ausgewertet werden. Mit der semantischen Videoanalyse ist es erstmals möglich, Videos automatisiert visuellen Konzepten, wie z. B. Landschaften oder Tageszeiten, zuzuordnen.
»Mit unseren Analysemodulen werden das Management von umfangreichen Video- oder Rundfunkarchiven vereinfacht sowie neue Such- und Recherchemöglichkeiten in großen Datenbanken möglich. Filmschaffende können so z. B. in großen Datenbeständen anhand semantischer Suchanfragen nach Filmausschnitten mit bestimmten Inhalten suchen oder sich ähnliche Videosequenzen anzeigen lassen«, so Kühhirt weiter.

Besuchen Sie uns vom 7. bis 11. September auf der IBC am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand B 80 in Halle 8 und lernen Sie die Analysemodule der A/V Analyzing Toolbox des Fraunhofer IDMT kennen.
Über das Fraunhofer IDMT:
Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau (Thüringen) betreibt angewandte Forschung im Bereich digitaler audiovisueller Anwendungen. Entwickelt werden neben Lösungen zur virtuellen Akustik für Heim- und Profianwender (z. B. die IOSONO® Wellenfeldsynthese-Technologie) auch Softwaretechnologien zur Analyse und Charakterisierung von multimedialen Inhalten sowie audiovisuelle Anwendungen für die Medizintechnik.
Des Weiteren gehören die Konzeption interaktiver Anwendungsszenarien für Entertainment und Wissensmanagement und der Entwurf von Architekturen für den digitalen Online-Vertrieb zum Forschungs-Portfolio. In Kooperation mit seinen Partnern und Kunden aus Wirtschaft, Kultur und Bildung setzt das Ilmenauer Institut zukunftsorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse in alltagstaugliche Komplettlösungen und Prototypen um, die auf spezifische Problemstellungen der Nutzer und die Anforderungen des Marktes zugeschnitten sind. Seit 2008 hat das Fraunhofer IDMT zwei Außenstellen. Die Abteilung Kindermedien mit Sitz in Erfurt arbeitet an der Entwicklung innovativer computergestützter Programm- und Edutainmentformate für Kinder und Jugendliche. Die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie mit Sitz in Oldenburg forscht an Themen der Audio-Systemtechnik für die Bereiche Gesundheit, Verkehr, Multimedia und Telekommunikation.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Stefanie Theiß
Telefon +49 3677 467-311
www.idmt.fraunhofer.de
stefanie.theiss@idmt.fraunhofer.de

Stefanie Theiß | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de
http://www.idmt.fraunhofer.de/de/presse_und_medien/2012/IBC.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Mehr Wissenschafts-Enthusiasten als Desinteressierte in der Schweiz
05.02.2018 | Universität Zürich

nachricht Zwischen Filterblasen, ungleicher Sichtbarkeit und Transnationalität
06.12.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics