Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Internet: In fünf Jahren Alltag

26.08.2008
Virtuelle Welten beherbergen 300 Mio. Nutzer weltweit

Virtuelle 3D-Onlinewelten à la Second Life befinden sich derzeit zwar noch in einer Pionierphase. Schon in fünf Jahren könnten sie allerdings bereits eine ähnliche Bedeutung erlangt haben wie das Web heute.

Zu diesem Ergebnis kommen Analysten des Marktforschungsinstituts Forrester Research. Demnach werden dreidimensionale Internetauftritte und Avatare insbesondere im Geschäftsleben allmählich Einzug halten.

Virtuelle Welten stünden kurz davor, wertvolle Arbeitsmittel zu werden. Firmen wie BP, IBM, Intel und Organisationen wie die US-Armee hätten das erkannt und investierten in großem Stil in derartige Technologien. Es sei für Unternehmen deshalb wichtig, schon heute anzufangen, mit 3D im Alltag zu experimentieren. Ansatzpunkte sehen die Forrester-Forscher dabei vor allem bei Training und Kooperationen oder im Service.

"Derzeit wird mit 3D-Internet noch viel experimentiert. Fast täglich kommen neue Angebote auf den Markt", erklärt Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, der Innovationsagentur des Landes für IT und Medien, gegenüber Cnet. Welche dieser Angebote sich langfristig etablieren können, hänge aber letztendlich vom Mehrwert ab, den sie den Nutzern bieten könnten.

Fest steht, dass die vielen Kinder und Jugendlichen, die sich bereits heute in virtuellen Welten aufhalten, das auch in Zukunft tun werden. Dadurch wird das Marktpotenzial für 3D-Internetwelten in den kommenden Jahren enorm ansteigen", ist Haasis überzeugt.

Derzeit sind über 100 verschiedene virtuelle Welten beziehungsweise 3D-Chats online oder stehen unmittelbar vor dem Start. Aktuellen Expertenschätzungen zufolge sind an die 300 Mio. registrierte Nutzer weltweit in solchen künstlichen Online-Umgebungen aktiv. "Welche dieser Plattformen überleben werden, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen", meint Haasis.

Während einige 3D-Welten um Aufmerksamkeit in den Medien und Akzeptanz durch die Nutzer kämpfen müssen, hätte etwa der unlängst gestartete Onine-3D-Chat Lively (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080709014) den Vorteil, dass mit dem Anbieter Google bereits eine etablierte Marke existiert. "Ob die User jedoch langfristig diesem 3D-Chat treu bleiben oder eine neue virtuelle Heimat suchen, ist so kurz nach dem Start schwer zu sagen", räumt Haasis ein.

"Tatsache ist, dass all diese Launches und Ankündigungen zeigen, dass die Zeit des Web 3D gekommen ist", zitiert Cnet Markus Breuer, Geschäftsführer des auf virtuelle Welten spezialisierten Dienstleisters The Otherland Group. Entscheidende Frage sei allerdings, wie dieses 3D-Internet in Zukunft aussehen werde. Vorstellbar seien sowohl eine kontinuierliche Welt wie etwa Second Life oder viele kleine isolierte Räume oder Szenen, wie sie beispielsweise Lively anbietet. "Derzeit werden 3D-Umgebungen in kleinerem Maßstab bevorzugt, die sich in Webseiten integrieren lassen und ohne Downloads nur über einen Browser funktionieren", so Breuer.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.forrester.com
http://www.mfg.de
http://otherland-group.com

Weitere Berichte zu: 3D-Chat 3D-Internet 3D-Umgebungen Avatare MFG virtuelle Welten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie