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Wetterbericht im Dienst der niederländischen Windenergie

04.03.2009
Doktorand der TU Delft entwickelt ein Modell, das zeigt, wie mit Hilfe der Wettervorhersage Windenergie besser in das nationale Stromnetz integriert werden kann.

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Die Windkraft kann derart gewinnbringend in das niederländische Stromnetz integriert werden, dass die Kraftwerke zukünftig jederzeit den Schwankungen in der Nachfrage gewachsen sind, wenn nur die aktuellen Windvorhersagen in geeigneter Weise beachtet werden, so lautet die Entdeckung eines Doktoranden.


Innerhalb des letzten Jahrzehnts sind die wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten der Windenergie zum Thema Nummer eins im Energiebereich aufgestiegen, aber die Unberechenbarkeit der Windstärken macht die Einbeziehung der Windkraft in nationale Stromnetze wirklich nicht gerade einfach. Bart Ummels, Doktorand an der TU Delft (Delft University of Technology) in den Niederlanden hat die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Einsatzes eines großen Anteils an Windenergie im niederländischen Energienetz unter Nutzung von Simulationsmodellen erforscht.

Wie eines seiner wichtigsten Forschungsergebnisse zeigt, verlangt die Nutzung der Windenergie den Kraftwerken eine große Flexibilität ab, da zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Mengen an Energie gebraucht werden. So kann es vorkommen, dass Kraftwerke manchmal die herkömmliche Energieerzeugung herunterfahren müssen, um Platz für durch Wind erzeugten Strom zu schaffen. Bart Ummels zufolge kann das richtige Gleichgewicht mithilfe des Einsatzes von Windvorhersagen gefunden werden, wobei kontinuierlich berechnet wird, wie viel Windenergie ein Kraftwerk neben der herkömmlich erschaffenen Energie erzeugen kann. Die Anwendung dieser Methode sorgt überdies dafür, dass keinerlei Anlagen zur Speicherung von Energie notwendig sind.

Bart Ummels gibt allerdings zu bedenken: "Die übliche Frage lautet immer: 'Was machen wir, wenn kein Wind bläst?'; die weitaus wichtigere Frage ist aber eigentlich, was wir mit all dem Strom machen sollen, wenn es nachts sehr windig ist! Ein Kohlekraftwerk kann nun einmal nicht einfach so abgeschaltet werden."

"Eine gute Lösung ist der internationale Handel mit Strom, da andere Länder oft Verwendung für den Überschuss haben. Darüber hinaus bringt eine Erweiterung der 'Öffnungszeiten' des internationalen Energiemarktes Vorteile für die Windkraft. Zurzeit bestimmen Versorgungsunternehmen einen Tag im Voraus, wie viel Strom sie im Ausland kaufen oder verkaufen wollen. Die Windenergie kann weitaus besser ausgenutzt werden, wenn die Zeitspanne zwischen dem Handel und der Windvorhersage kleiner ist."

Lex Hartman, Leiter für Unternehmensentwicklung bei TenneT, einem niederländischen Betreiber von Übertragungsnetzen, verdeutlicht: "Die TU Delft und TenneT haben in einer gemeinsamen Anstrengung das Simulationsmodell weiterentwickelt, das bei der Untersuchung der Einbindung der Windkraft im größeren Maßstab zum Einsatz kommen kann. Die Ergebnisse verraten, dass wir in den Niederlanden ohne jegliche zusätzliche Maßnahmen 4 bis 10GW in das Netz einbinden können."

Der Verkauf überschüssigen Stroms in andere Länder stellt durchaus eine einfache und wirtschaftliche Lösung der Frage der Energiespeicherung dar. Schätzungen zufolge könnte die Nutzung der Windenergie im niederländischen Stromnetz zu Einsparungen in Höhe von jährlich 1,5 Mrd. Euro und zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen von jährlich 19 Millionen Tonnen führen.

Quelle: CORDIS
Weitere Informationen: www.kooperation-international.de
cordis.europa.eu/fetch?CALLER=DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=30502
www.tudelft.nl

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