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Unter der Koordination des Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (ZLWWG) werden Geistes-, Ingenieur-, Kultur- und Naturwissenschaftler aus vier Fakultäten der Universität Rostock gemeinsam mit einer Reihe von Forschern externer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Einrichtungen die Prozesse bei der Umstrukturierung und Neugestaltung unseres Wissens über komplexe lebende Systeme, aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren, beurteilen und dokumentieren.
„Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Frage, welchen Einfluss die dramatischen Verbesserungen der Lichtmikroskopie hatten, die seit den 1980er Jahren u.a. durch computergestützte Bild gebende Verfahren in der Lichtmikroskopie und Computersimulationen von Zellprozessen ausgelöst worden sind“, sagte Prof. Dr. Dieter G. Weiss von der Universität Rostock (Institut für Biowissenschaften, Zellbiologie und Biosystemtechnik). Unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, insbesondere der Abteilung von Prof. Dr. Jürgen Renn, die sich mit langfristigen Prozessen des Strukturwandels von Wissenssystemen beschäftigt, wird nun erstmals umfassend und fächerübergreifend der Wandel unseres Verständnisses von lebenden Zellen als paradigmatischer Fall für die Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften untersucht werden. Das Verbundvorhaben ist dem universitären Profilelement „Wissenskulturen“ zugeordnet. Es steht im Zusammenhang mit der Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Universität Rostock und dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, die seit dem Jahre 2006 mit einer Reihe von erfolgreichen wissenschaftlichen Projekten und Veranstaltungen umgesetzt wird.
Als Gesamtziel des Forschungsverbundes, der im Rahmen der Exzellenzinitiative Mecklenburg Vorpommern gefördert wird, soll ein wissenschaftstheoretischer Neuansatz erarbeitet werden, der sowohl die Entwicklung und Veränderung unseres Wissens über die lebende Zelle als auch die erkenntnistheoretischen, bildtheoretischen, praktischen und ontologischen Probleme der Modelle, Abbildungen und Repräsentationen komplexer lebender Systeme berücksichtigt. Die sechs Teilprojekte des Verbundes beschäftigen sich mit wissenschaftstheoretischen Ansätzen zu Transformationsprozessen von Wissenssystemen in den Lebenswissenschaften, mit dem Verhältnis von Theorie und Beobachtung unter den Gesichtspunkten der Theoriebeladenheit und den Grenzen des Beobachtbaren, mit ontologiebasierten, mathematischen, graphischen und computergestützten Modellen der Zelle sowie mit dem Paradigmenwechsel im Verständnis der lebenden Zelle, der durch die die digitale Lichtmikroskopie und die Simulation der molekularen Prozesse des Lebens ausgelöst wurde. Als Projektleiter sind an dem Forschungsverbund beteiligt: Prof. Dr. Hans Jürgen Wendel, Sprecher des Forschungsverbundes (Institut für Philosophie), Prof. Dr. Philipp Stoellger (Institut für Bildtheorie), Prof. Dr. Olaf Wolkenhauer (Institut für Informatik, Systembiologie und Bioinformatik), Prof. Dr. Bertram Kienzle (Institut für Philosophie), Prof. Dr. Dieter G. Weiss (Institut für Biowissenschaften, Zellbiologie und Biosystemtechnik) und PD. Dr. Sergei A. Kuznetsov (Lichtmikroskopie-Zentrum Rostock, Institut für Biowissenschaften).
Kontakt:
Universität Rostock
Zentrum für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte
Dr. Olaf Engler
Tel.: ++49 0381 498 - 2810
email to zlwwg@uni-rostock.de
Dr. Ulrich Vetter | Quelle: Universität Rostock
Weitere Informationen: www.uni-rostock.de
www.iph.uni-rostock.de/Exzellenzprojekt-MV.171.0.html
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Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
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