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Forschungen zur Dorfentwicklung in Niedersachsen

09.09.2008
Leibniz Universität Hannover untersucht 12 Modelldörfer in Niedersachsen

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Viele Dörfer leiden unter Bevölkerungsverlust und der damit einhergehenden Überalterung der Einwohner. In der Folge stehen Gebäude leer, Schulen, Dorfläden und Bank- oder Postfilialen werden geschlossen.


Wie können landwirtschaftliche Altgebäude und Hofanlagen zur Belebung der Ortskerne genutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher der Leibniz Universität Hannover.

Dazu arbeiten sie zunächst zwei Jahre lang mit 12 ausgewählten Dörfern in allen Regionen Niedersachsens zusammen. Das Projekt "Umnutzung landwirtschaftlicher Altgebäude und Hofanlagen als Beitrag zur Vitalisierung der Ortskerne" wird vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung mit 100 000 Euro gefördert. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen wird die 12 Modelldörfer bei der Auftaktveranstaltung am 10. September im Gasthaus Witte, Schwalingen 7, 29643 Neuenkirchen ab 12 Uhr bekanntgeben.

Bei dem Forschungsprojekt geht es darum, andere Nutzungsmöglichkeiten für die vorhandenen Gebäude und Flächen in den Dörfern zu finden und damit dem Abbau der Infrastruktur entgegen zu wirken. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen außerdem Strategien für künftige Dorferneuerungsprogramme entwickeln. Das Team der Leibniz Universität kooperiert dazu mit den Büros für Dorferneuerungsplanung, den Gemeinden und der Bevölkerung in den Modelldörfern sowie den Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL).

Für das Forschungsprojekt hat sich an der Leibniz Universität eine fakultätsübergreifende interdisziplinäre Arbeitsgruppe gegründet, dazu gehören Prof. Eckart Güldenberg (Fachgebiet: Landesplanung und Raumforschung), Prof. Paul Zalewski (Baugeschichte und Denkmalpflege), Dipl.-Ing. Roswitha Kirsch-Stracke (Landschaftspflege und Naturschutz), Dipl.-Ing. Andreas Jürgens (Regionale Architektur und Siedlungsplanung) und Prof. Winrich Voß (Flächen- und Immobilienmanagement). Die Arbeitsgruppe wirkt darüber hinaus in der Forschungsinitiative TRUST (Transdisciplinary Rural Development Studies) unter der Federführung von Prof. Christina von Haaren vom Institut für Umweltplanung mit.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Winrich Voß vom Geodätischen Institut unter Telefon +49 511 762 19927 oder per E-Mail unter voss@gih.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-hannover.de

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