Anzeige
Die Forschung an Tarnkappen, welche Objekte unsichtbar machen, spielt sich bislang in der Praxis nur auf sehr kleinem Maßstab ab. Doch Forscher am Institut für Angewandte Physik des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) haben ein Visualisierungstool entwickelt, dass die technologisch erzielte Unsichtbarkeit und deren Einschränkungen sichtbar macht.
In einer eigens geschaffenen Raytracing-basierten Computersimulation haben die Wissenschaftler als Beispiel einen Raum abgebildet, in dem eine Bodenwelle unsichtbar gemacht wird. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Optics Express berichten, zeigt sich deutlich, dass die Unebenheit zwar tatsächlich zu verschwinden scheint - die Tarnvorrichtung selbst sich aber optisch verrät.
Tarnteppich tarnt nicht sich selbst
Als Beispiel haben die Forscher einen dreiseitigen Raum mit einer Erhebung in der Mitte des verspiegelten Bodens dargestellt. Um die Unebenheit verschwinden zu lassen, kommt ein virtueller Unsichtbarkeitsteppich zum Einsatz. Das ist ein Tarnprinzip ähnlich jenem, welches Forscher an der University of California in Berkeley für Flächen im Mikrometerbereich schon praktisch getestet haben (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/090504023/).
Durch die Simulation wird erstmals deutlich, wie eine derartige Unsichtbarkeit in großem Maßstab tatsächlich aussehen würde. Dabei zeigt sich klar, dass der Tarnteppich bis zu einem gewissen Grad sichtbar bleibt, weil es zu Oberflächenreflektionen und Ungenauigkeiten kommt. Das bezeichnen die Forscher als "Straußeneffekt" in Anlehnung an den Laufvogel, dem der Volksglaube nachsagt, dass er bei Gefahr den Kopf in den Sand stecke, um unsichtbar zu werden.
Herausferderung durch Metamaterialien
Die Simulationssoftware der KIT-Forscher wurde speziell dafür entwickelt, mit ungewöhnlichen optischen Medien umzugehen. Das umfasst insbesondere sogenannte Metamaterialien - künstlich hergestellte, komplexe Kompositmaterialien mit optischen Eigenschaften, die nicht in der Natur vorkommen. Dazu zählt speziell ein negativer Brechungsindex, der Tarnkappen erst möglich macht. Doch neben der praktischen Umsetzung ist auch die Simulation sehr schwierig.
Um das Verhalten von Licht unter diesen Bedingungen zu simulieren, müssen in einem Raum hundertausende Volumselemente einzeln behandelt werden, während normale Simulationssoftware mit einigen hundert auskommt, so Jad C. Halimeh, Hauptautor der Arbeit. Die Software wird von den Wissenschaftlern am KIT nun auch genutzt, um zu beurteilen, wie vielversprechend verschiedene Materialansätze für Tarnvorrichtungen tatsächlich sind, heißt es auf Anfrage von pressetext.
Online-Abstract mit PDF-Download des Faschartikels: http://www.opticsinfobase.org/abstract.cfm?URI=oe-17-22-19328
Thomas Pichler | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.aph.kit.edu
Weitere Berichte zu: digitale Tarnkappe > Kompositmaterialien > Metamaterialien > Simulation > Simulationssoftware > Tarnvorrichtung > Unebenheit > Unsichtbarkeit
Varianten fehlender Gesichtserkennung entdeckt
03.02.2012 | Birkbeck College der Universität London
Mehr als nur sauberes Wasser
03.02.2012 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
Anzeige
Anzeige

Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Bauwerke gebrauchstauglich halten
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten