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Fiebersyndrome und Autoimmunität bei Kindern im Fokus Dresdner Forscher

01.09.2010
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert interdisziplinären Verbund von Universitätsklinikum, Medizinischer Fakultät, Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik sowie Biotechnologiezentrum der TU Dresden mit mehr als drei Millionen Euro

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Forscherinnen und Forscher der Kinderklinik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus haben zusammen mit weiteren Dresdner Arbeitsgruppen aus der Klinik für Dermatologie, den Instituten für Immunologie und Virologie, dem Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik und dem Biotechnologiezentrum der TU Dresden einen interdisziplinären Forschungsverbund gegründet, der über die nächsten drei Jahre mit mehr als drei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.


Die Klinische Forschergruppe 249 „Defekte des angeborenen Immunsystems bei autoinflammatorischen und autoimmunologischen Erkrankungen“ will die Ursachen von pathologischen Entzündungsreaktionen (Fiebersyndrome) und Autoimmunität (Rheuma, Lupus erythematodes) erforschen und auf diese Weise die Grundlagen für ein besseres Verständnis des Immunsystems und die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze schaffen.

Das Immunsystem schützt vor Infektionen, indem es Alarmsignale im Körper erkennt und verarbeitet. Ein unkontrolliertes Erkennen und Verarbeiten solcher Alarmsignale kann zur Auslösung von Entzündungsreaktionen am falschen Ort und zur falschen Zeit führen (Autoinflammation). Eine überschießende Reaktion des Immunsystems kann auch dazu führen, dass körpereigenes Gewebe als fremd erkannt und zerstört wird (Autoimmunität). Solche Entzündungen können prinzipiell jedes Organ betreffen und aufgrund der Zerstörung von Gewebe erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben. Genetisch bedingte Defekte des Immunsystems können auf diese Weise unterschiedliche rheumatische Krankheitsbilder hervorrufen, die bereits bei Kindern auftreten und unter anderem die Gelenke, die Haut, das Gehirn oder weitere innere Organe betreffen.

Ein besonderes Anliegen der neuen Forschergruppe ist es nun auch, die klinische Patienten-orientierte Forschung mit der Grundlagenforschung enger zu verzahnen und den biomedizinischen wissenschaftlichen Nachwuchs durch verbesserte Ausbildungsstrukturen gezielt zu fördern. Durch die Förderung der DFG werden eine zusätzliche Professorenstelle und 15 neue Stellen für wissenschaftliche und technische Mitarbeiter geschaffen.

Mit der Einrichtung der ersten Klinischen Forschergruppe der DFG in Dresden wird damit ein wichtiger Beitrag zur wissenschaftlichen Exzellenz und Vielfalt der klinischen Forschung an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden geleistet.
Die Klinische Forschergruppe 249 wird von Frau Privat-Dozentin Dr. Min Ae Lee-Kirsch geleitet. Die Sprecher sind Prof. Dr. Manfred Gahr und Prof. Dr. Angela Rösen-Wolff.

Kontakt:
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Prof. Dr. med. Manfred Gahr
Tel.: 0351-458 2440
E-Mail: Manfred.Gahr@uniklinikum-dresden.de

Holger Ostermeyer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uniklinikum-dresden.de

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