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Staatssekretär Thomas: "Hochwasserkatastrophen müssen erforscht werden"
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führt die deutsche Klima- und Erdsystemforschung mit einer Investition von 34 Millionen Euro, für einen Super-Klimarechner an die Weltspitze. Der Staatssekretär des BMBF, Uwe Thomas, unterstrich am Dienstag bei der Übergabe des neuen Höchstleistungsrechnersystems für das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg die Bedeutung der Klimaforschung. "Das katastrophale Hochwasserereignis in Deutschland zeigt die dringende Notwendigkeit der Erforschung seiner klimatischen Bedingungen." Nur so könnten die Folgen von schlimmen Unwettern vorhergesehen und verhindert sowie die Ursachen für den globalen Klimawandel bekämpft werden.
Mit Europas leistungsfähigstem Höchstleistungsrechnersystem für die Erdsystemmodellierung (HLRE) können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler globale und regionale Klimaveränderungen gründlicher als bisher erforschen. Der Rechner ist etwa 100mal schneller als das bisherige System des DKRZ und steigert die Zuverlässigkeit von Prognosen für künftige Klimaänderungen. Thomas unterstrich, dass sich die deutsche Forschungskompetenz auf dem Gebiet der gekoppelten globalen Ozean-Atmosphären-Zirkulationsmodellierung in den vergangenen Jahren weltweit ein hohes Ansehen erworben hat. "Mit unserer Investition behauptet Deutschland seine Spitzenstellung in der Klimamodellierung." Klimadaten würden für politische Entscheidungen immer wichtiger. "Mit dem Super-Klimarechner schafft die Bundesregierung optimale Bedingungen für ein vorausschauendes und nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen", sagte der Staatssekretär.
Nach einer europaweiten Ausschreibung hat das DKRZ der japanischen Computerfirma NEC den Zuschlag erteilt. Am neuen Höchstleistungsrechnersystem sollen alle relevanten Modellentwicklungsaktivitäten in Deutschland koordiniert werden. Er ist die deutsche Basis für den zukünftigen europäischen Höchstleistungsrechnerverbund für die Klima- und Erdsystemforschung und wird bis zum Herbst 2003 fertig aufgebaut sein. Die Kosten für den Betrieb tragen als Gesellschafter des DKRZ die Max-Planck-Gesellschaft, die Universität Hamburg, das GKSS Forschungszentrum Geesthacht und die Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.
Silvia von Einsiedel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dkrz.de/
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