Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie wirksam sind tiergestützte Therapien?

29.08.2012
Tiere schaffen Brücken zu demenzkranken Menschen – so das Fazit einer groß angelegten, interdisziplinären Studie, die in den vergangenen 2,5 Jahren an der TU Dresden durchgeführt wurde.

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung steigt auch die Anzahl von Demenzerkrankungen drastisch an. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Dresdner Studie den Einfluss von Tieren auf das Wohlbefinden an Demenz erkrankter Menschen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Tiere einen besonderen Zugang zu Menschen mit Demenz finden, bei denen sich zwischenmenschliche Kommunikation zunehmend schwierig gestaltet. Die in der Dresdner Studie untersuchten Bewohnerinnen und Bewohner zweier Pflegeheime reagierten auf den Besuch eines Hundes sehr positiv und traten sofort selbstinitiiert in Kontakt mit diesem. Dies war dabei nicht nur bei den Bewohnern zu beobachten, die sich auch im Pflegealltag gesellig und kontaktfreudig zeigen, sondern auch bei denjenigen, die sonst eher isoliert und zurückgezogen in den Pflegeeinrichtungen leben. Gerade bei diesen Bewohnern waren die positiven Effekte des tiergestützten Interventionsprogrammes auf Wohlbefinden, Lebensqualität und Gesundheit besonders deutlich zu beobachten.

Die Ergebnisse des DFG-Forschungsprojekts „Tiergestützte Intervention bei Demenzkranken“, welches unter der Leitung von Prof. Vjera Holthoff (Universitätsklinikum Carl Gustav Carus) und Prof. Frank Nestmann (TU Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften) durchgeführt wurde, werden in der kommenden Woche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In Kooperation mit der Stiftung Bündnis Mensch & Tier veranstaltet die Forschungsgruppe Mensch-Tier-Beziehungen der Technischen Universität Dresden am 7. und 8. September 2012 eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Tiergestützte Intervention im Fokus der Wissenschaften“.

Die Tagung dient der Präsentation neuester Erkenntnisse aus der Forschung in den Bereichen Tiergestützter Therapie und Pädagogik. Neben renommierten Vertretern der Mensch-Tier-Forschung erhalten insbesondere auch Nachwuchswissenschaftler die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Neben den Ergebnissen der Dresdner Studie zu tiergestützten Interventionen bei Demenzkranken wird u.a. gezeigt, inwiefern die Begegnung mit Tieren Stress reduzieren kann, wie sich die Interaktion mit Hunden auf die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistung von Kindern auswirken kann und ob tiergestützte Interventionen für die eingesetzten Tiere selbst belastend und stressreich wirken.
Interessierte Journalisten können gern weitere Informationen anfordern bzw. sich zur Tagung anmelden (über Sandra Wesenberg, Tel. +49 351 463-33193, mensch-tier-beziehungen@mailbox.tu-dresden.de). Ausführliche Informationen zur Tagung finden sich auch unter
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/erzw/erzwiss/be/mtb/Tagung

Informationen für Journalisten:
Sandra Wesenberg, Tel. +49 351 463-33193
E-Mail: mensch-tier-beziehungen@mailbox.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften