Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wachstum und Schrumpfung – Neue Forschungsgruppe an der Hochschule OWL

06.08.2013
Stadt- und Regionalforschung im Spannungsfeld von Wachstum und Schrumpfung: Diesem Schwerpunkt widmet sich die neu entstandene Forschungsgruppe urbanLab an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit sollen künftig Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen klein- und mittelstädtisch geprägter Regionen wie Ostwestfalen-Lippe entwickelt werden.

Damit ist das urbanLab die achte Forschungsgruppe an der Hochschule OWL und bringt drei Fachbereiche zusammen. Das interdisziplinäre Zusammenspiel der Fachbereiche Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung sowie Bauingenieurwesen bündelt Kompetenzen im Bereich der Stadt- und Regionalforschung.

„Das urbanLab ergänzt das Portfolio in der Forschung und Entwicklung an der Hochschule OWL um wichtige Themenfelder, von denen vor allem die Region profitieren wird“, so Professor Oliver Hall, Sprecher der Forschungsgruppe. „Wir werden uns beispielsweise mit parallelen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen, neue Mobilitätskonzepten für den ländlichen Raum oder dem Klimaschutz beschäftigen. Warum schrumpfen Städte? Mit welchen Fahrzeugen kommen die Menschen zu Arbeit? Welche Energieträger können wie eingesetzt werden?“ Dabei setzt die Forschungsgruppe, bestehend aus acht Professorinnen und Professoren sowie drei assoziierten Mitgliedern der Hochschule, auf eine enge Zusammenarbeit:

„Nur gemeinsam mit den Kreisen und der Region ist es möglich, nachhaltige Konzepte zu entwickeln, die dem Umfeld der dort lebenden Menschen entsprechen“, erklärt Benjamin Dally, wissenschaftlicher Mitarbeiter im urbanLab. Aber auch auf internationaler Ebene wird die neue Forschungsgruppe agieren. Professor Hall: „Neben der Kooperation mit internationalen Forschungspartnern wollen wir beispielsweise untersuchen, wie Städte in Ostwestfalen-Lippe und Südamerika voneinander lernen können.“ Daher sind Forschungsexkursionen in die Andenländer mit Studierenden geplant, die Abschluss- und Projektarbeiten im urbanLab absolvieren können.

Das urbanLab wird zunächst für zwei Jahre durch die Hochschule und die beteiligten Fachbereiche finanziert. Künftig sollen Finanzierungsmittel auf Landes- und Bundesebene eingeworben werden. „Bei Projekten wie ‚Elektrisch bewegt – Mobilitätsnetz Gesundheit‘ und ‚Elektrisch.mobil.owl‘ ist dies bereits erfolgreich durch Mittel der EU und des Landes NRW gelungen“, so Dally. Diese bereits bestehenden Forschungskooperationen werden neben folgenden Projekten in das urbanLab integriert: „Nachhaltige Energien Niederlande Deutschland“, „Industrieabwasserreinigung zur Erzeugung von Biogas“ sowie „Nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft der Metropole Ruhr“.

Forschungsstarke Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gehört zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland. Neben den acht breit aufgestellten Forschungsgruppen wird in zwei Instituten geforscht: im Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) im Bereich Automation und Informationstechnik für intelligente technische Systeme und im Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW) im Bereich der Produktionstechnologien und -prozesse im Lebensmittelsektor.

Das Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation ist deutschlandweit das einzige seiner Art an einer Fachhochschule. Im einzigartigen Science-to-Business-Center Centrum Industrial IT (CIIT) arbeiten Industrie und Forschung Hand in Hand.

Julia Wunderlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de/fb1/forschung/urbanlab

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise