Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stadt als gesunder Lebensort unabhängig von sozialer Ungleichheit

07.08.2012
Fritz und Hildegard Berg-Stiftung fördert interdisziplinäre internationale Junior-Forschungsgruppe (SALUS) an der TU Dortmund in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der LMU München, der Hochschule Fulda sowie der Universität Twente in Enschede (Niederlande)

In einer gesunden Stadt steht das Wohl aller Menschen, die dort wohnen, lernen, arbeiten und sich erholen, im Mittelpunkt. Großstädte mit einer hohen Dichte an Gebäuden und Nutzungen bergen jedoch gesundheitliche Risiken und Gefahren, die sich nicht nur räumlich sondern auch sozial unterschiedlich niederschlagen.

In Metropolen gibt es Stadtteile, die durch mehr Autoverkehr, weniger Grünflächen und mehr Industrie als andere Stadtteile geprägt sind. In Gebieten mit höheren gesundheitlichen Risiken leben häufig Menschen mit weniger Einkommen, geringerer Bildung und/oder Migrationshintergrund. Diese Lebensumstände wirken sich auch gesundheitlich aus.

Mit sozialer Ungleichheit und gesundheitlichen Mehrfachbelastungen setzt sich ab Januar 2013 für die Dauer von drei Jahren eine Junior-Forschungsgruppe auseinander. Die Junior-Forschungsgruppe wird von Dr. Heike Köckler und Dr. Andrea Rüdiger geleitet. Beide arbeiten an der Fakultät Raumplanung am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung von Prof. Dr. Sabine Baumgart (TU Dortmund).

Beteiligt sind außerdem Prof. Dr. Beate Blättner von der Hochschule Fulda (Fachgebiet Gesundheitsförderung), PD Dr. Gabriele Bolte, MPH, von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU, Fachgebiet Public Health und Epidemiologie) sowie Asst. Prof. Dr. Johannes Flacke von der Universität Twente/Enschede, NL (Department for Urban and Regional Planning and Geo-Information Management).

Dieses Team konnte sich mit seinem Konzept bei der Ausschreibung „Stadt der Zukunft“ der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung durchsetzen. Das Programm „Stadt der Zukunft“ verfolgt das Ziel, Leitkonzepte der nachhaltigen Gesundheitsförderung und nachhaltigen Entwicklung am Beispiel urbaner Räume zu verknüpfen. Die Junior-Forschungsgruppe SALUS soll einen interdisziplinären und internationalen Dialog zwischen Gesundheitswissenschaften, Ökologie, Raumplanung und Ökonomie im Sinne einer neuen Wissenschaftskultur anregen. Fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten, die an den beteiligten Hochschulen forschen werden, bilden das Team.

Die Forschungsergebnisse werden in Strategien für eine nachhaltige gesunde Metropole überführt, in Form eines Planspiels simuliert und analysiert. Praxispartner sind hierbei u.a. die Weltgesundheitsorganisation (WHO Bonn), das Umweltbundesamt, die AOK Westfalen-Lippe, der Regionalverband Ruhr sowie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Referenzstädte und Praxispartner sind mit Dortmund und München zwei Großstädte, die dem Gesunde-Städte-Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation angehören und sich in wesentlichen raumstrukturellen sowie sozio-demographischen Faktoren unterscheiden.

Bewerbungen für die Promotionsstipendien sind ab sofort möglich: Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung der TU Dortmund. Ansprechpartnerinnen sind Dr. Heike Köckler, Dr.-Ing. Andrea Rüdiger, Univ-Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart (alle Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung). Weitere Informationen und Ausschreibung zum Stipendium: http://www.jufo-salus.de

Ralf Thaetner | idw
Weitere Informationen:
http://www.jufo-salus.de
http://www.hs-fulda.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Entzündungshemmende Birkeninhaltsstoffe nachhaltig nutzen
03.07.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops