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Röntgen-Algorithmus spürt Plutonium und Uran auf

16.04.2014

Schmuggel von nuklearen Stoffen könnte zukünftig verhindert werden

Illegaler Handel von Uran und Plutonium soll durch verbesserte Röntgen-Detektoren an Flughäfen unterbunden werden.


Kontrolle: Uran wird künftig sofort erkannt

(Foto: flickr.com/Miki Yoshihito)

Ein Forscherteam der University of Texas in Austin http://utexas.edu und des Pacific Northwest National Laboratory http://pnl.gov hat einen Algorithmus entwickelt, der das Auffinden von nuklearen Stoffen - beispielsweise im Gepäck versteckt - erleichtern soll.

Neues Berechnungsmodell

"Wir mussten zuerst ein Berechnungsmodell dafür entwickeln, wie sich Röntgenstrahlen durch Materialien bewegen und wie diese erkannt werden, um vorhersagen zu können, wie ein Bild aussieht, sobald die Strahlung das Objekt durchlaufen hat", erklärt Mark Deinert, einer der Studienautoren.

"Mit diesem Wissen haben wir einen 'umgekehrten Algorithmus' angewendet, bei dem wir die Zusammensetzung des Objekts variiert haben, bis das vorausgesagte Bild mit dem gemessenen übereingestimmt hat.

Wir haben unserem Algorithmus zusätzliche Details über die Dichte und andere Faktoren gefüttert, um seine Fähigkeit, verschiedene Materialien zu unterscheiden, zu erhöhen", setzt Deinert fort.

Dünnste Schichten Plutonium gefunden

Diese Entwicklungsschritte haben dazu geführt, dass spektrale Röntgengeräte mithilfe des Algorithmus' nukleare Stoffe entdecken können. Im Test wurde eine Plutonium-Schicht von nur 0,036 Millimetern Dicke durch die Röntgenstrahlung aufgefunden.

"Wir planen, den Algorithmus mit hochenergetischen Röntgenstrahl-Systemen einzusetzen, die für die Überprüfung von Waffen-Reduktions-Abkommen verwendet werden können", kündigt Deinert weitere Projekte an.

Marie-Thérèse Fleischer | pressetext.redaktion

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