Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Luftschiff "Chemnitz" hebt ab

15.04.2009
Luftschiff der Professur Prozessautomatisierung der TU Chemnitz wird auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf getestet

Zehn Meter ist es lang und 2,5 Meter im Durchmesser breit: das neue Luftschiff der Professur Prozessautomatisierung der TU Chemnitz.

Leise, vibrationsarm und ungefährlich für seine Umgebung kann das mit Helium gefüllte Prallluftschiff über längere Zeit selbstständig oder ferngesteuert fahren und bleibt auch bei sechs Kilogramm Nutzlast noch in der Luft.

Das auf den Namen "Chemnitz" getaufte Luftschiff wird im April 2009 einem ausführlichen Praxistest auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf unterzogen. "Wir wollen die Theorie mit dem neuen Schiff erstmals im Freien überprüfen und verfeinern.

Danach können wir auch genaue Aussagen zu den realen Grenzen des Schiffes machen.", berichtet Projektmitarbeiter Thomas Krause und ergänzt: "Wir waren im vergangenen Oktober bereits auf der International Airship Convention in Friedrichshafen. Dort erntete unser Luftschiff in der Fachwelt Hochachtung und Bewunderung."

Ziel der Chemnitzer Forscher ist es, geeignete Methoden und Verfahren zu entwickeln, die eine vollautonome Fahrt derartiger Prallluftschiffe ermöglichen. An der Hülle des "Chemnitz" werden Kameras sowie

Rechen- und Sensortechnik befestigt. So ausgestattet liefert es wertvolle Informationen und eignet sich hervorragend, um Einsatzkräfte am Boden zu unterstützen.

Mit den angebrachten Kameras und Sensoren könnten in Zukunft Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk Einsatzorte überwachen und ihre Einsätze besser koordinieren. Das Luftschiff ist mit einem GPS (Global Positioning System) ausgestattet. Es kann beispielsweise bei einem Brand der Feuerwehr Informationen über Brandherde, Zufahrtswege und Schadstoffe in der Luft liefern. Doch auch für Fernsehaufnahmen ist das Luftschiff interessant, denn anders als bei Hubschraubern sind die Kameras keinen starken Vibrationen ausgesetzt.

Zum Einsatz kommen kann es außerdem zur Überwachung bei Großveranstaltungen und von Trassen etwa von Hochspannungsleitungen und Pipelines sowie zu Vermessungen aus der Luft.

"Seinen ersten Test hat das neue Luftschiff am 15. April 2009 auf dem Flugplatz in Jahnsdorf mit umgebauter Technik und Vektorsteuerung erfolgreich absolviert. Bei Windgeschwindigkeiten bis 20 Kilometer/Stunde schwebte es problemlos über das Gelände. Alle vorherberechneten Werte und Annahmen wurden bestätigt", berichtet Krause. Matthias Fahrhöfer, Geschäftsführer der Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf GmbH, freut sich, dass er seiner Universität, an der er selbst von 1981 bis 1985 Automatisierungstechnik studierte, bei den Tests behilflich sein kann. "Das Luftschiff der TU Chemnitz ist das erste Forschungsluftschiff auf unserem Platz", sagt Fahrhöfer.

Weitere Informationen zum Luftschiff erteilt Thomas Krause, Telefon
0371 531-33357, E-Mail thomas.krause@etit.tu-chemnitz.de.
Informationen zum Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf gibt Matthias Fahrhöfer, Telefon 03726/542770, E-Mail matthias.fahrhoefer@chemnitz-airport.de.
Wichtiger Hinweis für die Medien: Das Luftschiff kann während der Tests auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf (Wilhelmsdorfer Straße

43 in Jahnsdorf) fotografiert und gefilmt werden. Außerdem stehen Mitarbeiter der Professur Prozessautomatisierung für Gespräche zur Verfügung. Die nächsten Flüge sind geplant am 15., 16., 21. und 22. April. Die tatsächlichen Flugzeiten richten sich nach dem Wetter.

Auskünfte über die genauen Flugtermine erhalten Sie jeweils ab dem Vortag in der Pressestelle der TU Chemnitz.

Mario Steinebach | TU Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Innovation: Optische Technologien verändern die Welt
01.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht SeaArt-Projekt startet mit Feldversuchen an Nord- und Ostsee
18.11.2016 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie